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Toter Wal regelrecht verhungert: Magen voll mit 40 Kilo Plastik | BR24

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40 Kilogramm Plastik hatte ein Wal im Magen, der an der Küste der Philippinen verendet ist.

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Toter Wal regelrecht verhungert: Magen voll mit 40 Kilo Plastik

40 Kilogramm Plastikmüll hatte ein Cuvier-Schnabelwal im Magen, der an der Küste der Philippinen verendet ist. Nach der Untersuchung geht man davon aus, dass der Wal verhungert ist, da sein Magen voll von Plastik war.

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An einem philippinischen Strand ist ein Wal mit 40 Kilogramm Plastik im Magen verendet. Das Tier sei regelrecht verhungert, weil der ganze Müll seinen Magen gefüllt habe, sagte am Montag der Leiter des Naturkundemuseums von Davao, Darrell Blatchley, der sich an der Untersuchung des toten Tiers beteiligt hatte. Er sprach von einem traurigen Rekord.

Rettungsversuche blieben vergeblich

Nach Angaben des philippinischen Fischereiamts war der rund 4,7 Meter lange Cuvier-Schnabelwal am Freitag an einer Bucht der Gemeinde Mabini im Süden von Luzon, der größten Insel des Archipels, gestrandet. Vergeblich versuchten örtliche Fischer und Vertreter des Fischereiamts, den Wal zurück ins Meer zu treiben; einen Tag später kehrte er ins seichte Gewässer zurück und verendete.

Im Magen des Wals: Reissäcke und Plastiktüten

"Er konnte nicht mehr aus eigener Kraft schwimmen, so ausgezehrt und schwach war er", sagte Amtsleiterin Fatma Idris. "Das Tier war völlig dehydriert, am zweiten Tag spuckte es Blut". Bei der Untersuchung des toten Wals holten Experten dann 40 Kilogramm Plastikmüll aus seinem Magen, darunter unzählige Einkaufstüten und Reissäcke.

Riesiger Plastikberg: trauriger Rekord

"Das ist ekelhaft und herzzerreißend", sagte Museumsdirektor Blatchley der Nachrichtenagentur AFP. In den vergangenen zehn Jahren hätten er und seine Mitarbeiter 61 verendete Delfine und Wale untersucht, aber ein derartiger Plastikberg sei ihnen noch nicht untergekommen.

Indonesien entsorgt Plastik illegal im Meer

Auf den Philippinen wird seit Jahren Plastikmüll illegal in die Ozeane entsorgt. Zwar gibt es strikte Abfallgesetze, doch werden sie nach Angaben von Umweltschützern kaum umgesetzt.

Das Land verbraucht ebenso wie seine südostasiatischen Nachbarn Einweg-Plastik in riesigen Mengen. Laut einem vor wenigen Wochen veröffentlichten Bericht des Globalen Bündnisses für eine Alternative der Müllverbrennung (Gaia) werden allein auf den Philippinen jährlich 60 Milliarden Einzelverpackungen benutzt.

© Christoph Noever/Universität Bergen/dpa"

Plastiktüten im Magen eines Schnabelwals, der 2017 an der marinebiologischen Station der Universität Bergen (Norwegen) obduziert wurde.