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Verschiedene Putzmittel in einem Korb.

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    Vorsicht: Frühjahrsputz schadet der Gesundheit!

    Der Frühling kommt - irgendwann. Das Bedürfnis ist groß, die Spuren des Winter mittels Frühjahrsputz gänzlich aus dem Haus zu vertreiben. Doch die oft eingesetzte Chemie-Keule schadet Umwelt und Gesundheit gleichermaßen. Welche Alternativen gibt es?

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    Von
    • Jörn Sawatzki

    Fenster putzen, Kühlschrank auswischen und Böden wienern: In vielen Haushalten steht der Frühjahrsputz an. Ein übertriebener Feldzug gegen Dreck und Keime gefährdet jedoch die eigene Gesundheit und belastet die Umwelt. Das Umweltbundesamt und Verbraucherschützer raten deshalb von allzu viel Chemie ab. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Frühjahrsputz:

    • Was benötigt man für den Frühjahrsputz?

    Nach Meinung von Umweltexperten reichen vier Mittel völlig aus: Allzweckreiniger, Handspülmittel, Sanitärreiniger mit Zitronensäure und Küchenreiniger wie Scheuermilch. Spezielle Textilien aus Mikrofaser wirken wie eine feine Bürste und unterstützen die Reinigung. Grundsätzlich gilt: kräftiges Scheuern kann einiges an Chemie einsparen. Aber auch die Putzlappen sollten häufiger gewechselt oder ausgekocht werden.

    • Sind Reiniger mit starken Lösungen oder Laugen nötig?

    Nein, denn viel Chemie heißt nicht automatisch mehr Hygiene. "Kraftvolle" und damit vergleichsweise aggressive Reiniger wie stark saure oder alkalische Produkte können die Haut und empfindliche Oberflächen schädigen. Oft tragen sie das Zeichen "ätzend" oder "reizend".

    Auch Desinfektionreiniger sind nicht nötig. Daran hat auch Corona nichts geändert. Diese Mittel können die Atemwege schädigen und Allergien auslösen. Für die Umwelt können Desinfektionsmittel schädlich sein, weil sie Wasserorganismen abtöten und die Funktion von Kläranlagen stören können. Auch antibakterielle Reiniger können die Gesundheit gefährden. Solche Mittel greifen die Abwehrkräfte an und ebnen somit erst recht Krankheiten den Weg.

    • Was ist beim Putz von Fenstern und Fliesen zu empfehlen?

    Gegen Schlieren und Streifen helfen etwas Essig, Spiritus, Natron oder Zitronensaft im Putzwasser. Die Scheiben sollten dann mit Zeitungspapier oder einem Tuch getrocknet werden. Ausrangierte Nylonstrümpfe entfernen auch hartnäckigen Schmutz. Verkalkte Fliesen und Armaturen im Bad lassen sich mit einem Schuss Essigessenz im Wasser im Verhältnis von 1:2 oder Zitronensäure - bis zu zwei Teelöffel auf einen Liter Wasser - reinigen. Auch Schimmel in der Dusche lässt sich mit Essig entfernen.

    • Kann man Spiritus und Essigreiniger bedenkenlos verwenden?

    Das Umweltbundesamt hält selbst solcherlei Hausmittel für nicht unproblematisch. Sie können die Innenraumluft mit flüchtigen Dämpfen belasten. Zusätzlich kann Essigsäure Chromteile etwa am Wasserhahn schädigen.

    • Auf welche Siegel oder Label ist zu achten?

    Besonders empfehlenswert sind Reinigungsmittel mit dem EU-Umweltzeichen Euroblume oder mit dem Blauen Engel. Produkte mit diesen Siegeln unterliegen im Vergleich zu konventionellen Produkten strengen Auflagen bei der Verträglichkeit für Umwelt und Gesundheit, die waschaktiven Substanzen müssen biologisch abbaubar sein. Produkte mit Blauem Engel sollen darüber hinaus nachwachsende Rohstoffe aus nachhaltigem Anbau verwenden und den Verpackungsabfall reduzieren.

    • Ist Frühjahrsputz Sport?

    Verbraucherexperten rechneten vor einigen Jahren aus, dass ein Mensch mit 70 Kilogramm Körpergewicht bei zwei Stunden Frühjahrsputz immerhin rund 600 Kilokalorien verbraucht - das ist mit dem Energieverbrauch von einer Stunde Ausdauersport vergleichbar. Beim Fensterputzen werden zum Beispiel in einer Stunde im Schnitt 320 Kilokalorien verbrannt. Kommen noch eine halbe Stunde Staubsaugen und 15 Minuten Wischen hinzu, steigt der Energieverbrauch um weitere 200 Kilokalorien.

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