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Von der ISS auf die Erde: Alexander Gerst sicher gelandet | BR24

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Fast 200 Tage lang war Astronaut Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation ISS. Jetzt ist er wohlbehalten wieder zurück. Um kurz nach sechs Uhr landete er in Kasachstan.

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Von der ISS auf die Erde: Alexander Gerst sicher gelandet

Um kurz nach 6 Uhr ist Alexander Gerst von der Raumstation ISS auf die Erde zurückgekehrt. Er, seine Crew-Mitglieder und die Raumfahrt-Community sind erleichtert. Eindrücke vom Tag der Rückkehr der Astronauten.

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Er freut sich, auch wenn es minus elf Grad hat in Baikonur, Kasachstan. Dem Ort in der kasachischen Steppe, an dem um 6:02 Uhr mitteleuropäischer Zeit Alexander Gerst und seine beiden Kollegen Serena Auñón-Chancellor und Sergej Prokopjew gelandet sind. Genauer: Ihre Sojus-Kapsel ist aufgeschlagen. Eine "Bilderbuch-Landung", wie die amerikanische Weltraumbehörde NASA kommentierte.

Erste Worte: Freude über den Geruch von Schnee

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Astro-Alex' erste Worte nach der gelungenen Landung.

Der 42-Jährige wirkte fitter als so manch anderer nach einem Transatlantik-Flug. Direkt nach der Landung gab er schon die ersten Interviews. Er freue sich auf die kommenden Tage, auf Weihnachten mit der Familie und auch darüber, wieder auf der Erde zu sein. Das erste Mal wieder Schnee und die Erde zu riechen, sei ein unglaubliches Gefühl.

An Weihnachten zu Hause

Die Erde hatte er vor 197 Tagen verlassen. Es war seine zweite Mission zur ISS. Zusammengerechnet war Gerst fast ein ganzes Jahr im All, hat dort geforscht, die Raumstation repariert - vor allem aber hat er sein Profil als engagierter Wissenschaftler geschärft.

"Alle sind wohlauf"

Dass alle wohlauf sind, war die wichtigste Meldung an diesem Morgen. Sergej Prokopjew verließ zuerst die Kapsel. Er war der Kapitän des Rückflugs. Ihm folgte die Astronautin Serena Auñón-Chancellor. Dann gegen kurz vor sieben Uhr unserer Zeit wurde Alexander Gerst aus der Kapsel gezogen. Selber aussteigen können die Astronauten nach einem halben Jahr in der Schwerelosigkeit nicht. Sie müssen sich erst langsam wieder an die Schwerkraft gewöhnen. Das nächste Reiseziel für Alexander Gerst ist daher das Astronauten-Zentrum der europäischen Raumfahrtbehörde ESA in Köln, wo er weiter medizinisch betreut und beobachtet wird.

Noch am Tag vor seiner Rückkehr zur Erde hatte Alexander Gerst auf seinem Twitter-Profil diese Nachricht veröffentlicht.

"Astro-Alex" schafft es, alle Altersgruppen anzusprechen. Bereits mehrfach war er Gast in der "Sendung mit der Maus". Er hatte Maus und Elefant in Raumanzügen mit dabei im All. Deshalb widmete ihm die WDR-Sendung auch dieses Video.

Alexander Gerst, der Rekordhalter

Ein halbes Jahr war Alexander Gerst als Kommandant auf der internationalen Raumstation ISS. Zusammen mit seiner ersten Reise zur Raumstation ist er nun alleiniger Rekordhalter: Kein anderer Deutscher war länger im Weltraum. Das ist das persönliche Resümee von Gerst. Eine wissenschaftliche Bilanz wird er in den kommenden Monaten ziehen können. Viele Ergebnisse habe er nun auszuwerten. Immerhin untersuchten er und die Besatzung der ISS neue Materialien, erforschten den Klimawandel, beobachteten lebende Zellen und beschäftigten sich damit, wie man die Krebs-Behandlung verbessern kann.

© Bayerischer Rundfunk

Nach sechseinhalb Monaten im All ist der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst zusammen mit seinen Begleitern auf der Erde gelandet. Um kurz nach 6:00 Uhr setzte die Sojus-Kapsel sicher in der Steppe von Kasachstan auf.

Erneute Reise ins All?

Ob Alexander Gerst erneut zur ISS fliegen wird, ist nicht ausgeschlossen. Nachdem er weiterhin von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) als aktiver Astronaut geführt wird, ist das durchaus möglich. Volker Schmid, Missionsleiter vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ist sich hingegen sicher: "Ich gehe davon aus, dass er noch mal fliegt." Sollte Gerst erneut ins All fliegen, dann wird er auch den nächsten Rekord brechen. Dann würde er nämlich gleichziehen mit Ulf Merbold. Der flog zwischen 1983 und 1994 ebenfalls dreimal ins Weltall.

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