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Virologin Protzer: "Ich sehe das noch nicht als zweite Welle" | BR24

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Die Dirketorin des Instituts für Virologie an der TU München sieht das deutsche Gesundheitssystem in einer guten Lage und beton: Virologin Protzer: "Ich sehe das noch nicht als zweite Welle".

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Virologin Protzer: "Ich sehe das noch nicht als zweite Welle"

Zwar ist das Coronavirus noch da, das deutsche Gesundheitssystem aber gut aufgestellt. Das sagt die Direktorin des Instituts für Virologie an der TU München, Ulrike Protzer, im Interview für Bayern 2. Und erklärt, was sie von Schnelltests hält.

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Prof. Ulrike Protzer, Virologin an der TU München, hat angesichts der steigenden Coronazahlen noch keine Bedenken: "Ich sehe das noch nicht als zweite Welle. Wir sehen durch diese Ausbrüche, die es gibt und vielleicht auch dadurch, dass die Fallzahlen ein bisschen ansteigen, dass das Virus nicht weg ist. Aber von einer zweiten Welle sind wir einfach noch entfernt." Sie fügt allerdings hinzu:

"Wir müssen natürlich aufpassen, dass wir da nicht hinkommen, keine Frage." Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie an der TU München

Deutsches Gesundheitssystem in gutem Zustand

Zudem sieht Ulrike Protzer das Gesundheitssystem in einem guten Zustand. "Bei den Zahlen, die wir im Moment haben, und vor allem, wenn wir auf die relevanten Infektionen gucken, also die, die wirklich unser Gesundheitssystem belasten, da sind wir im Moment noch in einer sehr guten Lage."

Skeptisch gegenüber Schnelltests

Die Direktorin des Instituts für Virologie in München zeigte sich mit Blick auf einen Schnelltest aus Großbritannien, der innerhalb von 90 Minuten Ergebnisse liefern soll, eher skeptisch. Natürlich sei es sehr gut, wenn es einen solchen Test geben würde, "allerdings war es bisher immer so, dass diese Schnelltests doch eine hohe Unsicherheit hatten. Und wenn sie dann in 20 oder vielleicht sogar 30 Prozent falsch sind, dann nutzt es natürlich auch nur bedingt", sagte Ulrike Protzer.

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