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Bildrechte: Hakan Kayal / Universität Würzburg

Die Forschung mit Klein- und Kleinst-Satelliten hat an der Universität Würzburg eine lange Tradition. Für ein neues Forschungsprojekt mit künstlicher Intelligenz fließen jetzt Fördermittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro vom Bund.

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Uni Würzburg bekommt Fördermillionen für Satellitenforschung

Die Forschung mit Klein- und Kleinst-Satelliten hat an der Universität Würzburg eine lange Tradition. Ein neues, ehrgeiziges Forschungsprojekt, das vom Bund gefördert wird, soll mit künstlicher Intelligenz nach außerirdischer Intelligenz suchen.

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Von
  • Anke Gundelach
  • BR24 Redaktion

Der Würzburger Professor für Raumfahrttechnik Hakan Kayal und sein Team sind drauf und dran, Pionierarbeit zu leisten: Sie wollen einen Kleinsatelliten von der Größe eines Schuhkartons bauen, ihn mit künstlicher Intelligenz ausstatten und ins Weltall schicken. Die Wissenschaft steht auf diesem Gebiet laut Professor Kayal noch ganz am Anfang. Bisher, sagt er, gebe es dazu nur eine Handvoll Projekte. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben mit 2,6 Millionen Euro.

Künstliche Intelligenz soll im Weltraum lernen

Der Kleinsatellit mit dem Namen SONATE-2 soll mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) neue Phänomene im Weltraum aufspüren. Damit eine KI allerdings Unbekanntes erkennen kann, muss sie zunächst trainiert werden. Dieser Lernprozess soll nicht von der Erde aus gesteuert werden, sondern im Weltraum stattfinden, mit Hilfe winziger IT-Systeme. Nach Mitteilung der Universität möchte Professor Kayal Kleinsatelliten nicht nur zur Beobachtung der Erde, sondern auch interplanetar einsetzen, um neue extraterrestrische Phänomene zu entdecken – vielleicht sogar Spuren außerirdischer Intelligenzen.

Start in den Orbit ist für 2024 geplant

"Sobald man interplanetar unterwegs ist, wird die Kommunikation mit dem Satelliten zum Flaschenhals", sagt der Professor. Mit zunehmender Entfernung zur Erde dauert der Datentransfer länger, "da kann man nicht ständig Daten hin- und herschicken. Darum muss die KI dazu in der Lage sein, auf dem Satelliten selbstständig zu lernen. Und sie darf ausschließlich relevante Entdeckungen zur Erde melden." Diese Technologie wird Kayals Team mit dem Kleinstsatelliten erproben. Das Forschungsprojekt ist Anfang März angelaufen. Der Start von SONATE-2 in den Orbit ist für das Frühjahr 2024 geplant. Die Mission ist auf ein Jahr veranschlagt.

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