| BR24

 
 

Bild

Kohlekraftwerk in Niedersachsen
© dpa/Julian Stratenschulte

Autoren

Eva Böck
© dpa/Julian Stratenschulte

Kohlekraftwerk in Niedersachsen

Nicht mehr zwei, sondern nur noch eineinhalb Grad. Höher darf die Erwärmung unseres Planeten nicht ausfallen, stellt der UN-Klimarat in seinem jüngsten Bericht fest, der die Grundlage sein wird für den nächsten Klimagipfel im Dezember in Polen.

Die Handlungsanweisungen allerdings klingen mehr als ehrgeizig: Bis zur Jahrhundertmitte muss der Ausstoß an Kohlendioxid auf Null heruntergefahren werden, andernfalls wird es aus Sicht der Experten nicht klappen mit dem Erreichen des Eineinhalb-Grad-Ziels.

Sylvia Kotting-Uhl: "Wir müssen uns nass machen"

Aus Sicht von Sylvia Kotting-Uhl, der Vorsitzenden des Umweltausschusses im Bundestag, ist deshalb schnelles Umdenken angesagt. Im BR-Interview sagte sie, Deutschland sei längst kein Vorreiter mehr in Sachen Klimaschutz. Die Bundesregierung müsse jetzt konsequent handeln.

Die Bundesregierung verfährt leider bisher nach der Parole 'Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass'. Und so wird es nicht funktionieren. Wir werden uns nass machen müssen.

Kotting-Uhl sieht dabei auch die Industrie in der Pflicht. Neue Technologien zu nutzen, schaffe auch künftig Arbeitsplätze, sagte sie.

Wirtschaftsminister Altmaier hatte in der ARD eingeräumt, dass man das nationale Klimaziel vorerst nicht erreichen werde. Auf EU-Ebene beraten die Umweltminister heute darüber, wie weit der CO2-Ausstoß von Autos reduziert werden kann.