BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© TUM-Boring
Bildrechte: TUM-Boring

Studenten der Hochschule und der Technischen Universität München haben ein Jahr lang an einer innovativen Tunnelbohrmaschine gearbeitet. Sie nehmen damit an einem internationalen Wettbewerb der Spitzen-Universitäten teil - ausgerufen von Elon Musk...

20
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

TU-München: Mit Tunnelbohren zum Wettbewerb in die USA

Eine Welt, in der Autos und Transporter nur mehr unterirdisch unterwegs sind. Daran arbeiten Studenten der TU München. Diese Woche präsentieren sie den Prototyp einer Tunnelbohrmaschine, die schneller graben kann als die bisherige Technik.

20
Per Mail sharen
Von
  • Oliver Römhild

Eine schöne neue Welt ohne Verkehrsstau durch Verkehr unter der Erde. Die Idee dazu stammt von dem US-amerikanischen Unternehmer Elon Musk. Ein Multimilliardär und Visionär, der, seit er seine Elektroautos der Marke Tesla oder sein Raumfahrtunternehmen Space X zum Erfolg geführt hat, Kultstatus genießt. Musk zeigte sich mehrfach von den Verkehrslawinen in Metropolen wie Los Angeles derart genervt, dass er auf eine große Lösung drängt.

Und zwar mit Hilfe von Tunnels, die den Personen- und den Warenverkehr unter die Erde bringen. Die Pioniere von Erkundungsbohrungen sind schon unterwegs. Es geht um ein ganzes Netz von Röhren, das auf so vielen verschiedenen Ebenen arbeitet, dass es keine Kreuzungen, keine Ampeln, keine Behinderungen mehr kennt.

Im Wettbewerbsfinale mit einer Tunnelbohrmaschine

Jetzt könnten ihm Studenten der Technischen Universität München helfen, die Idee zu verwirklichen. Das größte Problem: Die heutige Technik des unterirdischen Grabens und Bohrens ist einfach zu langsam. Deshalb hat Musk an den Universitäten weltweit einen Wettbewerb ausgerufen. "Not a Boring Competition" heißt der und Studenten der Technischen Universität München, TUM, haben es bereits bis ins Finale geschafft.

"Tunnelbau ist heute noch viel zu teuer. Das liegt hauptsächlich daran, dass der ganze Tunnelbauprozess sehr langsam ist. Deshalb gibt es diesen Wettbewerb. Es geht darum die schnellste Tunnelbohrmaschine der Welt zu bauen, um mehr Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken und einen Beitrag für eine bessere Zukunft zu leisten." Kilian Schmid, Mechatronik-Student in München

Das Team der TUM

Seit Monaten hat ein Team von Maschinenbauern, Mechatronikern, Luft- und Raumfahrtechnikern, Informatikern und auch Betriebswirten am Tunnelbohrer der Zukunft geplant und gebaut, vom Entwurf auf Papier bis zum Prototypen im Gelände, der tatsächlich bohren wird. Ein Bauunternehmen hat den Studenten eine Werkhalle zur Verfügung gestellt. Viele weitere Sponsoren aus der Wirtschaft haben Material und Technik gespendet. Das Team hat eine Menge Ehrgeiz entwickelt. 400 Mitbewerber waren es zu Beginn des Wettbewerbs. Jetzt sind noch 12 in Rennen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!