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Totale Mondfinsternis am Montagmorgen | BR24

© Bayerischer Rundfunk

Nur ein halbes Jahr ist vergangen, schon wieder beschert uns der Himmel eine Mondfinsternis! Diesmal leider in den kalten Morgenstunden, aber es lohnt sich, denn den nächste totale MoFi gibt's in Bayern erst wieder 2022 zu sehen.

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Totale Mondfinsternis am Montagmorgen

Mondfinsternis am Montagmorgen: Um den Blutmond zu sehen, muss man früh aufstehen - und braucht einen freien Himmel. Wer diese Mofi verpasst, bekommt erst in drei Jahren wieder die Chance. So sehen Sie die Mondfinsternis am besten.

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Seit der tollen Mofi im Juli 2018 ist gerade mal ein halbes Jahr vergangen, und schon wird der Mond wieder blutrot: Am Montagmorgen gibt es eine totale Mondfinsternis in Bayern!

Diesmal allerdings nicht ganz so bequem wie im vergangenen Sommer: Die Totalität findet am frühen Morgen zwischen Viertel vor sechs und Viertel vor sieben Uhr statt, und das an einem Wintermorgen. Doch die nächste totale Mondfinsternis ist bei uns erst wieder im Mai 2022 zu sehen.

Wann und wo sehe ich die Mondfinsternis am besten?

Sie brauchen freie Sicht nach Westen und möglichst bis zum Horizont, um die Mondfinsternis zu sehen. Die genauen Ablaufzeiten der Verfinsterung:

  • 3.37 Uhr: Beginn Halbschatten-Finsternis
  • 4.34 Uhr: Beginn partielle Mondfinsternis
  • 5.41 - 6.43 Uhr: Totale Mondfinsternis
  • 7.51 Uhr: Ende partielle Mondfinsternis
  • 7.55 Uhr: Sonnenaufgang in München

Den sehr frühen Anfang der Mondfinsternis als Halbschatten-Finsternis können Sie getrost auslassen: Der Halbschatten der Erde legt sich dabei wie ein grauer Schleier über die Mondscheibe, der kaum wahrnehmbar und wenig spektakulär ist.

Streulicht der Erde macht den Mond blutrot

Erst ab 4.34 Uhr wird's interessant, wenn sich während der partiellen Phase der Kernschatten der Erde von links nach rechts über die Mondscheibe zu schieben beginnt. In der folgenden Stunde schrumpft der Vollmond plötzlich zur Sichel. Anders als die Sonne bei einer Sonnenfinsternis ist der Mond während der einstündigen Totalität ab 5.41 Uhr weiterhin sichtbar: Er wird blutrot, weil Streulicht der Erde ihn noch erreicht.

© Bayerischer Rundfunk

Bei einer totalen Mondfinsternis wird die Mondscheibe komplett vom Erdschatten bedeckt und verfinstert. Aber der Mond wird nicht ganz schwarz, sondern leuchtet glutrot. Warum? Ganz einfach ...

Blutmond in der Morgendämmerung

Die Totalitätsphase ist in ganz Deutschland gut zu sehen. Um Viertel vor sieben Uhr endet sie, wenn der Morgen bereits merklich dämmert. Ab jetzt schiebt sich der Mond langsam wieder aus dem Erdkernschatten und wächst von der Sichel erneut zum Vollmond an. Dabei sinkt er immer tiefer, seinem Untergang entgegen. Wollen Sie diese partielle Phase der Mondfinsternis bis zum Schluss beobachten, brauchen Sie absolut freie Sicht zum Horizont, denn von dem ist der Mond am Ende keinen Fingerbreit mehr entfernt. Die anschließende Halbschattenfinsternis entgeht uns in Bayern, da die Sonne auf- und der Mond untergeht.

Die totale Mondfinsternis fotografieren

Anders als andere astronomische Phänomene lässt sich der Blutmond bei einer Mondfinsternis recht leicht fotografieren. Wenn Sie jedoch wirklich schöne Bilder davon machen wollen, sollten Sie nicht nur einfach Ihr Handy zücken, sondern lieber zu Stativ und einer Kamera greifen, die Ihnen ein paar Einstellungen wie manuellen Fokus, Brennweiten und Belichtungszeiten erlaubt. Es hilft auch, sich vorher schon mal am Mond zu versuchen - und unsere Fototipps zur Mondfinsternis genau zu studieren. Was dabei Tolles herauskommen kann, haben wir bei Ihren Foto-Einsendungen von der Mondfinsternis im Juli 2018 gesehen!