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Tiergifte in der Medizin | BR24

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Bildrechte: picture-alliance/dpa

Das Gift der Schwarzen Mamba kann beim Menschen Schmerzen unterdrücken.

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    Tiergifte in der Medizin

    Nicht nur Schlangen produzieren Gift, um Beutetiere zu erlegen oder sich zu verteidigen. Oft genug wird Schlangengift für uns Menschen zur Gefahr. Doch als Medikament bei der Behandlung von Krankheiten könnten Tiergifte dem Menschen helfen.

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    Von
    • Hellmuth Nordwig
    • Georgia Tscharke

    Ob grüne Mamba, Kegelschnecke oder Skorpion - sie haben Eines gemeinsam: Sie sind giftig. Genau wie rund 100.000 weitere Tierarten. Ihre Gifte dienen dazu, Beute zu lähmen und zu betäuben. Oder sind mächtige Verteidigungswaffen, um Feinde außer Gefecht zu setzen. Für den Menschen können Tiergifte aber nützlich sein.

    Tierische Gifte in der Homöopathie

    Im 19. Jahrhundert begann die Homöopathie, die Gifte von Schlangen und anderen Tieren zum Nutzen des Menschen einzusetzen: in der typischen Verdünnung, sogenannten Potenzierung, des jeweiligen Schlangen- oder Bienengifts. Doch inzwischen haben die Tiergifte auch den Weg in die medizinischen Labore gefunden.

    Der lange Weg vom Tiergift zum Medikament

    Die tierischen Gifte werden im Labor nach dem Vorbild der Natur nachgebaut. Doch auch dafür braucht die Forschung das natürliche Gift. Sie muss die Tiere melken oder ihre Giftdrüsen herausnehmen. Es dauert deshalb lange, bis aus einem Tiergift ein wirksames Medikament entsteht.