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Stürme an den Polkappen und ein superstarkes Magnetfeld | BR24

© dpa/pa

Planet Jupiter

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    Stürme an den Polkappen und ein superstarkes Magnetfeld

    Jupiter ist der Gas-Riese in unserem Sonnensystem. 600 Millionen Kilometer ist er von der Erde entfernt. Nach jahrelanger Reise hat ihn im letzten Sommer die Raumsonde Juno erreicht. Jetzt sind die ersten Daten ausgewertet.

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    Heftige Stürme toben in der Atmosphäre des Jupiter. An den Polen des Planeten konnte man sie noch nie so genau beobachten wie jetzt durch die NASA-Sonde Juno. Überraschend für die Forscher: Dort lassen sich nicht nur zahlreiche Wirbelstürme beobachten. Manche Wolken reichen weit über die eigentliche Atmosphäre hinaus, ragen um hunderte von Kilometern in die Höhe.

    „Man kann jetzt sozusagen ein Windprofil erstellen.“ Dr. Norbert Krupp, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

    Auch das Magnetfeld des Gasriesen konnte die Forscher überraschen. Schon bisher wusste man, dass es deutlich stärker ist als auf der Erde. Juno hat herausgefunden, dass es sogar rund um ein Zehnfaches stärker ist, doppelt so stark wie erwartet.

    „Das bedeutet, das spricht dafür, dass alles was man über das Innere wusste, revidiert werden müsste.“ Norbert Krupp, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

    Noch basieren die neuen Erkenntnisse auf der ersten Umrundung des Jupiter, viele weitere werden folgen und weitere Hinweise liefern. Die Forscher freuen sich schon auf die nächsten Daten, die Raumsonde kann so tief in den Gasriesen hineinschauen wie kein anderes Messgerät bisher.

    „Das ist das was Wissenschaftler am meisten interessiert, man möchte wissen, wie ist der innere Aufbau von Jupiter.“ Norbert Krupp, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung