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Studie zu Menstruationstassen: Alternative zu Tampons und Binden | BR24

© dpa

Menstruationstasse

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    Studie zu Menstruationstassen: Alternative zu Tampons und Binden

    Menstruationstassen sind als nachhaltige Alternative zu Tampons und Binden noch relativ unbekannt. Eine erste umfassende wissenschaftliche Studie hat die Hygieneartikel nun auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit untersucht.

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    Menstruationstassen sind einer wissenschaftlichen Studie zufolge genauso effektiv oder besser als Binden oder Tampons. Die am Mittwoch in der Fachzeitschrift "The Lancet Public Health" veröffentlichte Studie fand zudem keine Hinweise, dass die Tassen ein höheres Infektionsrisiko aufweisen. Es ist die erste umfassende wissenschaftliche Studie zu den noch relativ unbekannten Menstruationstassen.

    Erste Studie zu Menstruationstassen

    Dabei handelt es sich um Becher aus medizinischem Silikon, Gummi oder Latex, die das Blut aufsammeln und nach vier bis zwölf Stunden geleert werden. Die Studie wertete 43 Untersuchungen mit den Aussagen von 3300 Frauen aus.

    1,9 Milliarden Frauen weltweit seien im Menstruationsalter und hätten durchschnittlich 65 Tage im Jahr damit zu tun, sagte eine der Autorinnen der Studie, Professorin Penelope Phillips-Howard von der Hochschule für Tropenmedizin in Liverpool. Trotzdem gebe es nur wenige Studien von guter Qualität zu dem Thema.

    70 Prozent der Nutzerinnen wollen die Tasse weiterhin verwenden

    Rund 70 Prozent der Nutzerinnen wollen die Tassen der Studie zufolge auch weiterhin verwenden. Fünf Frauen erlitten ein Toxisches Schocksyndrom (TSS), eine durch Bakterien ausgelöste lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Da die Gesamtzahl der Nutzerinnen von Menstruationstassen unbekannt ist, blieb unklar, ob sie ein höheres Risiko aufweisen als Tampons.

    Menstruationstassen können bis zu zehn Jahre verwendet werden

    Die Tassen, die in einigen Ländern weniger als einen Dollar (0,89 Euro) kosten, sind der Studie zufolge fünf bis sieben Prozent teurer als zwölf Binden oder Tampons. Allerdings können sie bis zu zehn Jahre lang wiederverwendet werden. In einigen Ländern liegen die Kosten mit bis zu 40 Dollar jedoch deutlich höher.

    "Sichere und günstige Alternative für Frauen"

    Viele Frauen und Mädchen weltweit hätten keinen Zugang zu Hygieneprodukten oder könnten sie sich nicht leisten, schreiben die Autoren. Regelmäßig blieben sie deshalb der Arbeit oder Schule fern. In einigen Kulturen würden Frauen, die ihre Monatsblutung nicht verbergen können, angefeindet oder sogar angegriffen.

    Die Tassen könnten eine "sichere und günstige Alternative für Frauen sein", schrieb die britische Gesundheitsexpertin Julie Hennegan in einem ebenfalls in "The Lancet Public Health" veröffentlichten Kommentar.