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Studie zu Corona: Geringe Ansteckungsgefahr nach Infektion

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    Studie zu Corona: Geringe Ansteckungsgefahr nach Infektion

    Die Gefahr, sich nach einer Corona-Infektion erneut anzustecken, ist laut einer britischen Studie zumindest für fünf Monate gering. Das bedeute aber keineswegs Entwarnung für Genesene, so die Forscher.

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    Von
    • Thomas Spickhofen
    • tagesschau.de

    Eine durchgemachte Infektion sei kein Freibrief für an Corona Erkrankte - kein grünes Licht für die Genesenen, dass sie sich nicht erneut infizieren können, sagt Susan Hopkins, die die "Public Health England"-Studie der Gesundheitsbehörde verantwortlich geleitet hat. Aber zumindest für fünf Monate gebe es eine große Immunität:

    "Es gibt absolut kein grünes Licht für in der Vergangenheit Erkrankte, aber es zeigt, dass das Infektionsrisiko stark reduziert ist, auch das Risiko, wieder zu erkranken. Aber eine Ansteckungsgefahr kann es weiterhin geben, also müssen sich auch von Corona Genesene an alle strengen Regeln halten." Susan Hopkins

    83 Prozent Schutz für fünf Monate

    In Zahlen: Von Juni bis November des vergangenen Jahres wurden fast 21.000 Beschäftigte des Gesundheitssektors untersucht. 6.600 waren zum Untersuchungszeitpunkt bereits an Corona erkrankt gewesen. Nur 44 Personen dieser Gruppe infizierten sich innerhalb von fünf Monaten erneut. Bei den gut 14.000 bisher nicht Erkrankten zeigten sich 318 Infektionsfälle.

    Zusammengefasst: Wer an Corona erkrankt war, ist zumindest für die nächsten fünf Monate zu 83 Prozent vor einer erneuten Infektion geschützt. "Es reduziert das Risiko um mindestens 80 Prozent", sagte Hopkins in der BBC. "Aber es gibt keine Sicherheit. Wir haben bei den Nasenabstrichen der schon einmal Erkrankten so starke Infektionen festgestellt, dass eine Übertragung sehr wahrscheinlich ist. Es sind also gute Nachrichten, aber den Regeln muss weiter gefolgt werden."

    Vergleich mit Impfung schwierig

    83 Prozent Schutz vor einer erneuten Infektion mit Corona - das ist nahe an der Schutzwirkung der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna, die bei über 90 Prozent liegt, und deutlich über der von AstraZeneca mit 62 Prozent.

    Ein Vergleich, sagt Adam Finn von der Universität Bristol - ein Mitglied der Impfkommission - sei allerdings schwierig: "Es gibt einige Parallelen, aber man kann es nicht komplett vergleichen." Man wisse noch nicht genau, welche Aspekte bei einem Langzeitschutz eine Rolle spielten. "Da mag es Unterschiede geben zwischen dem Impfschutz und der Immunisierung nach einer Erkrankung."

    Die Untersuchung soll jetzt fortgesetzt werden, um dann Ergebnisse aus einem Zeitraum von zwölf Monaten zu erhalten.

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