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Studie: München bald so warm wie Mailand? | BR24

© dpa-Bildfunk/Matthias Balk

Studie: München bald so warm wie Mailand?

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    Studie: München bald so warm wie Mailand?

    In gut 30 Jahren könnten in München Temperaturen herrschen wie in Norditalien, London wird Verhältnisse bekommen wie heute Barcelona. Das ist das Ergebnis einer Studie, nach der Metropolen mit einer drastischen Erwärmung rechnen müssen.

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    Die Metropolen der Welt müssen sich einer Studie zufolge auf eine drastische Erwärmung des Stadtklimas einstellen. Um die Auswirkungen des weltweiten Klimawandels zu verdeutlichen, verglichen die Forscher die Vorhersagen für 520 Städte weltweit mit aktuellen Temperaturen in anderen Teilen der Erde. 77 Prozent dieser Städte würden bis zum Jahr 2050 einen deutlichen Wandel der klimatischen Bedingungen erleben, heißt es in der Studie von einem Forscherteam um Jean-François Bastin von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. 22 Prozent der Städte müssen sich demnach sogar auf völlig neue Klimaverhältnisse einstellen.

    Klimawandel führt zu drastischen Temperaturunterschieden

    Auf der Nordhalbkugel würden in Großstädten künftig Klimabedingungen herrschen, wie sie heute mehr als tausend Kilometer weiter südlich vorherrschen, heißt es in der im US-Wissenschaftsmagazin "Plos One" abgedruckten Studie.

    3,5 Grad wärmere Sommer

    In europäischen Metropolen werden die Sommer um 3,5 Grad wärmer, die Temperaturen im Winter steigen um 4,7 Grad. London wird demnach Verhältnisse bekommen wie heute Barcelona, das Klima in Paris wird den heute im australischen Canberra herrschenden Bedingungen entsprechen.

    Berlin wie Canberra, Hamburg wie San Marino

    München dürfte demnach Temperaturen erleben wie aktuell das etwa 350 Kilometer südlich gelegene Mailand. Das Klima in Berlin werde sich wie Paris an das von Australiens Hauptstadt Canberra annähern. Hamburg und Köln erwärmen sich demnach bis zum Jahr 2050 auf ein Level, das mit dem des Kleinstaats San Marino vergleichbar ist.

    Weitere Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel

    Für die Studie hatten die Forscher eine vergleichsweise optimistische Schätzung des globalen Temperaturanstiegs im Zuge des Klimawandels zugrunde gelegt. Für ihre Modellrechnungen nahmen sie an, dass die Durchschnittstemperaturen um 1,4 Grad ansteigen. Das Pariser Klimaabkommen von 2015 schreibt eine Begrenzung des Temperaturanstiegs unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Vor diesem Hintergrund riefen die Forscher zu weiteren Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel auf.