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Studie: Enzymmangel verursacht Schuppenflechte | BR24

© pa/dpa/Arno Burgi

Schuppenflechte an der Hand

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    Studie: Enzymmangel verursacht Schuppenflechte

    Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben Enzymmangel als Auslöser für Schuppenflechte identifiziert. Diese Ursache war demnach bislang unbekannt. Die Erkenntnisse der Studie könnten neue Therapieansätze begründen.

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    Wie die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mitteilt, löse der Enzymmangel eine besonders schwere Art der Schuppenflechte, die generalisierte pustulöse Psoriasis (GPP), aus. GPP wird durch ein Ungleichgewicht entzündungsfördernder und entzündungshemmender Proteine eines chemischen Stoffes in der Haut ausgelöst.

    Schuppenflechte kann lebensbedrohlich sein

    Bei dieser Art der Schuppenflechte kann es zu einer allgemeinen Entzündungsreaktion des Körpers mit teils lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Laut FAU sei für etwa ein Viertel der Betroffenen bekannt, dass dieses Ungleichgewicht durch Defekte im sogenannten IL36RN-Gen verursacht wird – für die übrige Gruppe der Patientinnen und Patienten war die genetische Ursache der Erkrankung bisher ungeklärt. Die Forscher der FAU haben daher nach weiteren Ursachen für die Entstehung von GPP geforscht und sind fündig geworden.

    Defekte eines bestimmten Gens führen zu Enzymmangel

    Von rund 74 Patientinnen und Patienten, die an der Studie teilnahmen, konnten bei etwa 20 Prozent Defekte in einem Gen nachgewiesen werden, das das Enzym Myeloperoxidase (MPO) kodiert, also genetische Informationen abspeichert. Sämtliche gefundenen Defekte dieses Gens führen demnach zu einem Mangel des Enzyms.

    Erkenntnisse dienen Erforschung neuer Therapien

    Da eine medikamentöse Hemmung des Enzyms MPO als mögliche Therapie für andere Erkrankungen verfolgt wird, könnten die Erkenntnisse nicht nur neue Therapieansätze bei Hautkrankheiten begründen, sondern auch Konsequenzen für einen kardiologischen Therapieansatz bedeuten, heißt es von der FAU.

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