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"Staaten müssen Anstrengungen erhöhen"

Nachdem der Pariser Klimavertrag in Kraft ist, müssen die Staaten nun ihre Hausaufgaben machen. "Die Klima-Finanzierung steht noch lange nicht auf einem soliden Fundament", betont Prof. Edenhofer im BR-Interview. Von Jakob Mayr

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Führende Klimaforscher verlangen von den Regierungen konkrete Beschlüsse beim bevorstehenden UN-Klimagipfel in Marrakesch. Der stellvertretende Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Ottmar Edenhofer, fordert im B5 Interview der Woche, dass die Staaten ihre freiwilligen Selbstverpflichtungen zum Klimaschutz nachbessern.

"Die Staaten müssen jetzt unbedingt ihre Anstrengungen deutlich erhöhen; sonst wird es sehr schwer, das Ziel noch zu erreichen." Ottmar Edenhofer

Die Staaten müssten ein Mess-System entwickeln, um nationale Beiträge zum Klimaschutz bewerten und vergleichen zu können: "Das ist dringend notwendig, sonst wird niemand sich bereit erklären, die Beiträge zu erhöhen." Edenhofer sprach sich für eine CO2-Abgabe aus. Die mache erneuerbare Energien rentabel, die Nutzung der Kohle teurer, und mit den Einnahmen könnten Länder Infrastrukturmaßnahmen bezahlen. "Das muss jetzt in Marrakesch ausgehandelt werden."

Die Klimafinanzierung sieht Edenhofer noch nicht auf einer soliden Grundlage.

"Es ist deshalb von fundamentaler Bedeutung, dass bei der Klimafinanzierung klare Bedingungen genannt werden", sagte der Ökonom und Klimaforscher.

Er forderte die Regierungen auf, "konkrete Politiken" zu unterstützen. Sonst werde "im schlechtesten Fall einfach Geld ausgegeben für Projekte, deren Bezug zur Klimapolitik relativ unklar ist".