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Spitzmäuse schrumpfen im Winter | BR24

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Spitzmäuse haben eine ganz spezielle Strategie, den Winter zu überleben: Sie schrumpfen Schädel, Gehirn, Knochen und Organe. Im Frühjahr wachsen sie wieder.

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Spitzmäuse schrumpfen im Winter

Spitzmäuse haben eine beeindruckende Strategie, den Winter zu überleben: Sie schrumpfen Schädel, Gehirn, Knochen und Organe. Im Frühjahr wachsen sie wieder.

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Spitzmäuse machen keinen Winterschlaf wie andere Tiere. Ihre Strategie gegen Kälte ist speziell: Die Tiere können ihren Schädel im Winter um bis zu 15 Prozent schrumpfen lassen und sparen so wertvolle Energie. Das müssen die wuseligen Spitzmäuse aber auch, denn ihr Stoffwechsel ist so schnell, dass sie schon nach wenigen Stunden ohne Futter verhungern. Mit einem kleineren Körper brauchen sie weniger Nahrung.

Die Knochen der Spitzmaus sind nicht anders aufgebaut als die anderer Säugetiere. Wie ist es möglich, dass sie im Winter schrumpfen und im Sommer wieder wachsen? Das untersuchten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut gemeinsam mit Knochenforschern der Universitätsmedizin Göttingen.

Zellen lösen Minerale in Knochen

Ergebnis: Verursacher des Knochenauf- und abbaus bei der Spitzmaus sind Zellen im Knochen. Die sogenannten Osteocyten. Wenn der Winter kommt, können diese Knochenzellen Minerale aus dem Knochen herauslösen. Die Folgen: An den Schädelnähten bildet sich ein Spalt. Im Sommer verschwindet er wieder: Denn dann bauen die Osteocyten die Minerale wieder in den Knochen ein.

Spitzmäuse sind keine Mäuse

Übrigens gehören Spitzmäuse nicht zu den Nagetieren wie Mäuse, sondern zu den Insektenfressern. Sie sind mit Igeln und Maulwürfen verwandt.