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Spätschäden bei Covid-19-Erkrankten möglich | BR24

© picture-alliance/Jochen Tack

Mögliche Spätfolge einer Covid-19-Erkrankung: ein verringertes Lungenvolumen

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    Spätschäden bei Covid-19-Erkrankten möglich

    Täglich werden nicht nur mehr Neuinfektionen bekannt, es genesen auch immer mehr Menschen von Covid-19. Allerdings müssen sie mit möglichen Spätfolgen rechnen.

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    Täglich veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) steigende Infektionszahlen, zugleich haben aber auch immer Menschen eine Covid-19 Erkrankung überstanden. Selbst nach schweren Verläufen werden viele Patienten scheinbar vollkommen gesund. Allerdings warnen Mediziner nun: Spätfolgen der Erkrankung können nicht ausgeschlossen werden.

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    Bei heftigeren Verläufen mit schwerem Lungenversagen müssen Patienten teilweise über einen langen Zeitraum hinweg beatmet werden. In solchen Fällen müsse man mit Restsymptomen wie einem verminderten Lungenvolumen rechnen, sagt zum Beispiel der Mediziner Sven Gläser vom Vivantes-Klinikum Neukölln. Nicht nur das Virus an sich schädigt die Lunge, auch maschinelle Beatmung übt einen schädlichen Reiz auf das Lungengewebe aus. Auch könnten bakterielle Infektionen hinzukommen, die den Krankheitsverlauf verschlimmern.

    Leicht Erkrankte können mit vollständiger Genesung rechnen

    Patienten, bei denen sich die Krankheit nur zu einer leichten Lungenentzündung entwickelt habe, könnten allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer vollständigen Genesung ausgehen. Das dürfte für die Mehrzahl aller genesenen Covid-19-Patienten gelten, so der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Michael Pfeifer.

    Wissenschaftler sammeln Daten für genauere Prognosen

    Bislang gibt es zu wenig wissenschaftliche Erkenntnisse über Sars-CoV-2, als dass Ärzte Genaueres zu den Langzeitfolgen von Covid-19 sagen könnten. Mit Sicherheit lässt sich nur feststellen, dass etwa zwei Prozent der Corona-Infizierten eine Lungenentzündung entwickeln. Der Mediziner Sven Gläser vom Vivantes-Klinikum Neukölln mahnt vor dem Hintergrund dieser unsicheren Erkenntnislage an, dass Patienten nach überstandener Erkrankung auch weiterhin kontrolliert werden sollten, um mehr über mögliche Spätschäden herauszufinden.

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