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SpaceX-Raumschiff dockt erfolgreich an Station ISS an | BR24

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Das SpaceX-Raumschiff hat vier Astronauten zur ISS gebracht.

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SpaceX-Raumschiff dockt erfolgreich an Station ISS an

Der Raumtransporter "Crew Dragon" des privaten Unternehmens SpaceX hat in der Nacht erfolgreich an die Internationale Raumstation ISS angedockt. Die vierköpfige Besatzung soll für ein halbes Jahr im All bleiben.

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Die Dragon-Kapsel dockte am späten Montagabend nach einem etwa 27-stündigen Flug mehr als 400 Kilometer über dem US-Staat Idaho an der ISS an. Wie auf Live-Bildern zu sehen war, verlief die Ankoppelung der "Crew Dragon" planmäßig.

Sechsmonatige Mission

Ein halbes Jahr nach ihrem historischen Testflug hatte die Firma von Tesla-Chef Elon Musk am Sonntag vier Astronauten für die erste Langzeitmission zur ISS geschickt. An Bord der Raumkapsel "Crew Dragon" sind die beiden Nasa-Astronauten Michael Hopkins und Victor Glover, ihre Nasa-Kollegin Shannon Walker sowie der japanische Astronaut Soichi Noguchi. Sie stoßen für sechs Monate zu den drei ISS-Besatzungsmitgliedern Sergej Ryschikow, Sergej Kud-Swertschkow und Kathleen Rubins hinzu.

Premiere nach neun Jahren Pause

Sowohl der gewählte US-Präsident Joe Biden als auch der noch amtierende Präsident Donald Trump hatten via Twitter zum Start der SpaceX-Mission vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gratuliert. Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten wieder von amerikanischem Boden aus zu einer Langzeitmission in den Orbit starteten - und das erste Mal, dass sie dabei von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

Abhängigkeit von Russland soll enden

Für kommendes Jahr sind zwei weitere bemannte SpaceX-Flüge für die Nasa geplant, darunter im April mit dem französischen ESA-Astronauten Thomas Pesquet, sowie vier unbemannte Versorgungsflüge zur ISS in den kommenden 15 Monaten. SpaceX und später auch Boeing sollen regelmäßig die Raumschiffe für die Flüge der Besatzung zur ISS stellen. In den vergangenen Jahren waren US-Astronauten vollständig auf russische Raketen angewiesen, um zur ISS zu kommen. Die Nasa hatte ihr Shuttle-Programm wegen hoher Kosten und nach zwei Unglücken vor neun Jahren eingestellt.

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