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Wieder Zeit für die Zeitumstellung

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Sommerzeit 2021: Tipps rund um die Zeitumstellung

In der Nacht wurden die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt - und wir verlieren eine Stunde kostbaren Schlaf. Wie gewöhnt man sich am besten an den neuen Rhythmus? Und welche gesundheitlichen Folgen hat die Umstellung?

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Von
  • Marlene Riederer

Jetzt gibt's zum Feierabend wieder mehr Sonnenschein! In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 28. März, war es wieder soweit: Die Uhr wird vorgestellt. Eine Stunde wird uns so "geraubt", dafür bleibt es abends eine Stunde länger hell. In sieben Monaten bekommen wir die Stunde zurück, so lange gilt die Sommerzeit.

Eselsbrücken für die Zeitumstellung

Am letzten Sonntag im März beginnt die Sommerzeit, am letzten Sonntag im Oktober die Winterzeit. Eine Stunde hin oder her, aber wie rum diesmal? Für diejenigen, die es sich partout nicht merken können: Mit dem Satz "Im Sommer stellt man die Gartenmöbel 'vor' die Tür, im Winter stellt man sie 'zurück' in den Schuppen", können sich auch notorisch Vergessliche die Richtung der Uhrumstellung merken. Dieses Mal müssen Sie eine Stunde früher raus!

Welche Folgen hat die Zeitumstellung für die Gesundheit?

Die Zeitumstellung im Frühjahr fällt vielen Menschen schwerer als die im Herbst. Rund jeder Vierte (26 Prozent) kämpft laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK von 2019 nach der Umstellung mit gesundheitlichen oder psychischen Problemen.

Empfindliche Menschen leiden noch eine ganze Weile an den Folgen einer Zeitumstellung, die ihren Organismus belastet und zu Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit führen kann. Die Folge können Müdigkeit, Bluthochdruck, Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche sein. Es kann einige Tage bis sogar Wochen dauern, bis sich der Körper an den neuen Rhythmus gewöhnt hat.

Wie kann ich mich an die Zeitumstellung gewöhnen?

Wer es sich zeitlich leisten kann, sollte am Wochenende vor der Sommerzeit-Umstellung schrittweise vorgehen und schon am Samstag den Lebensrhythmus inklusive der Essenszeiten um eine halbe Stunde verschieben.

Am Sonntag kann der Tagesablauf dann um eine ganze Stunde nach vorne verlagert werden. Dann fällt das Aufstehen am Montag nach der Zeitumstellung leichter. Auf diese Weise kann man versuchen, einem Schlafmangel vorzubeugen. Denn der ist nach der Umstellung bei vielen Menschen messbar und führt laut einiger Studien am folgenden Montag sogar zu mehr Unfällen im Straßenverkehr, so der Schlafforscher Hans-Günter Weeß. Der Autoclub Europa (ACE) zum Beispiel errechnete 2013 für die Woche nach der Umstellung im Frühjahr einen Anstieg von schweren Verkehrsunfällen um bis zu 30 Prozent.

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Bald soll ja Schluss damit sein, aber in der Nacht von Samstag auf Sonntag müssen wir die Uhren mal wieder umstellen. Doch was ist mit der inneren Uhr? Ein kleiner Trost für alle Zeitfühligen.

Leicht erhöhtes Herzinfarktrisiko

Die wissenschaftlichen Dienste des Bundestages zitierten 2014 Studien aus Schweden und den USA, die ein leicht erhöhtes Infarktrisiko nach der Zeitumstellung im Frühjahr belegten. Eine australische Studie zeigte einen Zusammenhang zwischen Zeitumstellung und Suizidrate: Auch kleine Veränderungen im Biorhythmus könnten demnach bei gefährdeten Menschen destabilisierend wirken.

Eine DAK-Erhebung kommt zu dem gleichen Schluss: Beim Wechsel auf die Sommerzeit wurden unter den Versicherten in den ersten drei Tagen nach der Umstellung 40 Patienten statt der sonst üblichen 30 wegen eines Herzinfarkts eingewiesen. Zudem meldeten sich circa 15 Prozent mehr Versicherte am ersten Tag krank.

Wird die Zeitumstellung irgendwann abgeschafft?

Der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit ruft unter anderem wegen der Bealstung des Organismus schon seit langem viele Gegner auf den Plan. 2018 startete die EU-Kommission eine europaweite Online-Befragung zur Zeitumstellung. Die Resonanz war riesig. 4,6 Millionen Menschen nahmen teil, davon kamen allein rund drei Millionen aus Deutschland. Das Ergebnis: 84 Prozent der Teilnehmer forderten die Abschaffung der Zeitumstellung.

Im Jahr 2021 sollte eigentlich Schluss sein, dafür hat das EU-Parlament am 26. März 2019 mit großer Mehrheit gestimmt. Die EU-Mitgliedstaaten konnten sich bislang jedoch nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Fehlende Absprachen zwischen den einzelnen EU-Staaten aber könnten einen Flickenteppich verschiedener Zeitzonen innerhalb der EU ergeben. Seit 2002 ist die Umstellung EU-weit einheitlich geregelt, um Probleme durch unterschiedliche Uhrzeiten im Gütertransport oder bei Flug- oder Bahnverbindungen zu vermeiden. Jetzt sollen die Mitgliedsländer km Printip selbst entscheiden, welche Zeit sie behalten wollen.

Permanente Umstellung auf die Sommerzeit?

Die Frage ist, für welche Variante Deutschland sich entscheidet: Dauerhafte Winter- oder Sommerzeit? Die Winterzeit ist die in Deutschland geltende normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Mehr als die Hälfte, die an der Online-Petition teilgenommen hatten, votierten aber für eine dauerhafte Sommerzeit.

Wissenschaftler warnen jedoch vor den gesundheitlichen Folgen einer dauerhaften Umstellung auf die Sommerzeit. Schlafforscher geben zu bedenken, dass die Winterzeit dem eigentlichen Gang der Sonne und damit dem Biorhythmus vielmehr entspreche.

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Jeden Herbst und Frühling sorgt die Zeitumstellung für Diskussionen.

Permanente Sommerzeit: Besonders hart für Teenager

Nach einer permanenten Umstellung auf die Sommerzeit würde es im Winter morgens eine Stunde später hell. Die Folge: Unser Körper würde morgens nicht durch das blaue Licht der Sonnenstrahlung dazu angeregt, Serotonin auszuschütten, was uns wach und munter macht. Darunter leiden besonders Teenager, die - bedingt durch die Pubertät - einen verschobenen Biorhythmus haben und Langschläfer sind, so der Münchner Chronobiologe Till Roenneberg.

Schon der Schulstart um 08.00 Uhr morgens sei für sie vergleichbar mit einem Arbeitsbeginn um 04.00 Uhr bei Erwachsenen. Darunter leiden die Aufmerksamkeit und das Lernen. Die Zeitumstellung verschärfe dieses Problem noch. Die Folgen wären Schlafmangel, Stress und nicht zuletzt gesundheitliche Beschwerden.

Ursprünglich aus Gründen der Energieeinsparung eingeführt

Letztlich war die Einführung der Sommerzeit auch eine Konsequenz aus der Ölkrise von 1973 und den daraus resultierenden Energiesparmaßnahmen. Die Idee: Wenn das Tageslicht besser genutzt wird, kann man Energie sparen. Aber wiesen Untersuchungen darauf hin, dass die Effekte marginal sind: Die Einsparung an Strom für Beleuchtung, insbesondere effizienter Beleuchtungssysteme, wird durch den Mehrverbrauch an Heizenergie und durch die Vorverlegung der Hauptheizzeit überkompensiert. (Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP zur Zeitumstellung im Jahr 2005.)

Seit 2002 ist die Umstellung EU-weit einheitlich geregelt. Die Uhren werden dabei immer am letzten Sonntag im März vor und am letzten Sonntag im Oktober wieder zurückgestellt.

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