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Andere Länder, andere Sitten: Skurrile Weihnachtstraditionen | BR24

© picture alliance / Johannes Schmitt-Tegge/dpa | Johannes Schmitt-Tegge

Die skurrilsten Weihnachtstraditionen

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    Andere Länder, andere Sitten: Skurrile Weihnachtstraditionen

    In der Slowakei wird Pudding an die Decke geklatscht. Die Norweger verstecken Besen, denn Hexen nutzen die Weihnachtsnacht für eine Spritztour. Und in Island lauern katzenhafte Monster Kindern auf, die nicht ihre neuen Kleider tragen.

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    Von
    • Julia Hanigk

    Auch wenn in diesem Jahr aufgrund von Corona alles anders ist: An skurrilen Weihnachtstraditionen wird international auch in diesem Jahr festgehalten, so es denn unter den Corona-bedingten Einschränkungen möglich ist. Und da gibt es einige verrückte Bräuche. Denn, nicht überall wird das Weihnachtsfest so still und feierlich begangen wie es in Deutschland üblich ist.

    In anderen Ländern sind Wichtel und Weihnachtskatzen beteiligt, es gibt einen traditionellen Besuch im Schnellrestaurant oder der Pudding fliegt an die Zimmerdecke. Auch die Dekoration ist breiter gefächert: Mitspielen dürfen mancherorts auch Essiggurken oder Bauern mit heruntergelassenen Hosen.

    Japan: Ab ins Schnellrestaurant

    Die beiden Hauptreligionen in Japan sind Buddhismus und Shintoismus, nur wenige fühlen sich dem Christentum zugehörig. Das Fest zur Geburt Jesu spielt in dem Land also kaum eine Rolle, und es gibt auch keine Feiertage.

    Trotzdem hat sich in Japan ein Brauch zum 24.12. etabliert: Japaner feiern ein Fest der romantischen Liebe und gehen abends traditionell zur Restaurantkette "Kentucky Fried Chicken", kurz "KFC", um frittierte Hähnchen zu essen. Grund ist eine Werbeaktion aus den 1970ern, bei der ein KFC-Weihnachts-Set als typisches Weihnachtsessen beworben wurde.

    Norwegen: Besen und Wischmopps werden versteckt

    In Norwegen treiben in der Weihnachtsnacht verrückte Geister und böse Hexen ihr Unwesen. Damit diese an einer nächtlichen Spritztour gehindert werden, verstecken die Norweger alle Besen und Wischmopps.

    Ungarn: Holzstühle bauen um Hexen zu vertreiben

    Auch die Ungarn wappnen sich gegen den Besuch übernatürlicher Wesen. Schon am 13. Dezember, dem "Luca-Tag", fangen sie an, einen Holzstuhl zu bauen, bei dem jeden Tag nur ein Holzstück hinzugefügt werden darf. Genau zu Weihnachten muss er fertiggestellt sein, denn er wird zur Weihnachtsmesse mitgenommen. Während des Gottesdienstes stellt man sich dann auf den Stuhl und sieht sich nach Hexen um. Erkennt man eine an ihren Hörnern auf dem Kopf, flitzt man mit seinem Stuhl nach Hause und verbrennt ihn. So soll man ein Jahr vor Hexen sicher sein.

    Katalonien: Besondere Krippenfigur wird aufgestellt

    In Spanien stellt man üblicherweise eine Krippe mit den Figuren der Heiligen Familie, Ochs und Esel auf. Dazwischen versteckt sich aber auch eine ganz besondere Figur: der Caganer. Dabei handelt es sich klassischerweise um einen Mann in katalanischer Bauerntracht mit heruntergelassener Hose, der gerade sein großes Geschäft verrichtet - Häufchen inklusive. Er ist ein Glücksbringer für den Krippenbauer und all die, die den Caganer entdecken. Inzwischen gibt es auch viele Berühmtheiten als Caganer zu kaufen – in Katalonien gilt das als Ehre.

    Slowakei: Pudding fliegt an die Decke

    Pudding ist ein sehr beliebtes Weihnachtsessen. Die Slowaken essen ihren Loksa-Pudding an Weihnachten aber nicht, sondern werfen ihn tatsächlich mit einem Löffel an die Decke. Diese Ehre gebührt dem ältesten männlichen Mitglied der Familie. Je mehr Pudding kleben bleibt, desto mehr Glück erwartet die Familie im nächsten Jahr.

    Island: Weihnachtskatze ermahnt Kinder

    In Island werden Kinder von Weihnachtsmonstern daran erinnert, artig zu sein. Die Weihnachtskatze Jólakötturin frisst nämlich alle Kinder, die nicht fleißig waren. Sie erkennt sie daran, ob sie neue Kleidung tragen.

    USA: Gurke am Weihnachtsbaum

    Eine lustige Weihnachtstradition bei den Amerikanern ist es, eine Essiggurke an den Christbaum zu hängen. Die grüne "Christmas Pickle" wird zwischen den Zweigen versteckt, ist aber natürlich nicht echt. Wer sie findet, dem winkt ein Extra-Geschenk.

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