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Schokolade ist Gift für Hunde | BR24

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    Schokolade ist Gift für Hunde

    Weihnachten ist das Fest der Liebe und - der Süßigkeiten. Fast kein Familienfilm kommt ohne den üppig gedeckten Tisch aus, den im unbeobachteten Moment ein Hund plündert. Gefährlich wird es für den Vierbeiner, wenn Schokolade im Spiel ist.

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    Schokolade macht wach. Schuld daran ist das Alkaloid Theobromin, das mit dem Koffein verwandt ist und anregend wirkt. Wir Menschen - wie auch Ratten und Mäuse - können die "Speise der Götter" - aus dem Griechischen "theos" (Gott) und "broma" (Speise) - mithilfe von speziellen Enzymen abbauen.

    Folgen von Schokoladenvergiftung bei Hunden

    Hunden können das Alkaloid nicht so schnell abbauen, was zur Folge hat, dass ihr Körper vergiftet wird. Die Folgen reichen von Erbrechen und Durchfall über Zittern und Krämpfe bis hin zur Bewusstlosigkeit. Blind, wie manche mutmaßen, werden sie allerdings davon nicht, es sei denn, die Hunde bekommen über einen längeren Zeitraum zu viel Zucker. Dann bekommen sie wie wir Menschen eher Diabetes und sehen deswegen schlechter.

    Bei Vergiftungserscheinungen sofort handeln

    Hat ein Hund sich also über Dominosteine oder Trüffelpralinen hergemacht, dann sollten man möglichst schnell einen Tierarzt aufsuchen. Denn, je höher der Kakao-Anteil der Schokolade, umso größer das Vergiftungsrisiko. Kleinere Hunde können im schlimmsten Fall an den Folgen dieser Vergiftung sterben. Daher sollten Hundebesitzer derartige Naschereien nicht offen herumstehen lassen.

    Schokoladenvergiftungen häufig an Weihnachten

    Das Team um den Tiermediziner Peter-John Noble von der Universität Liverpool wollte wissen, ob die Vergiftungsfälle einem saisonalen Muster folgen. Dafür werteten sie die Daten von 229 britischen Tierarztpraxen aus den Jahren 2012 bis 2017 aus. Sie konzentrierten sich auf die Zeit um Weihnachten, Ostern, Valentinstag und Halloween. In ihre Analyse bezogen sie auch Informationen zum Alter, zur Rasse und zum Geschlecht der Hunde und die Folgen der Vergiftung mit ein.

    Ihr Ergebnis veröffentlichten die Forscher im Dezember 2017 im Fachblatt "Veterinary Record". Tatsächlich steigt um Weihnachten das Risiko für Schokoladenvergiftungen bei den Vierbeinern um das Vierfache, zu Ostern verdoppelt es sich. Besonders Hunde unter vier Jahren haben ein höheres Risiko für Schokoladenvergiftungen. Vielleicht, weil sie ähnlich wie Menschenkinder mehr ausprobieren. Also raten die Tiermediziner: Pfoten weg von Schokokuchen, Ostereiern, Weihnachtsmännern, Adventskalendern und süßen Christbaumdekorationen!

    "Wenn Schokolade gefressen wurde, sollten die Besitzer so schnell wie möglich ihren Tierarzt konsultieren und idealerweise sagen können, wie viel und welche Schokolade gefressen wurde." Tiermediziner Peter-John Noble von der Universität Liverpool

    Wonach Hunde lechzen, lässt Katzen kalt

    Katzenbesitzer können in dem Zusammenhang entspannter sein: Stubentiger vertragen Theobromin zwar noch weniger. Doch da sie Süßes nicht schmecken können, lassen sie Schokoladiges weitgehend links liegen.