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Regensburger Mediziner wollen Tinnitus-Patienten helfen | BR24

© picture alliance / CHROMORANGE / Bernd Juergens

In Europa leiden rund 42 Millionen Menschen unter chronischem Tinnitus. Die Ohrgeräusche beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen.

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    Regensburger Mediziner wollen Tinnitus-Patienten helfen

    Regensburger Forscher starten Europas größte klinische Studie zum Thema Tinnitus. Sie wollen ein Computermodell entwickeln, das helfen soll, individuell auf die Patienten abgestimmte Therapien zu planen. 500 Tinnitus-Patienten nehmen teil.

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    Wissenschaftler der Universität Regensburg und des Bezirksklinikums starten die europaweit bislang größte klinische Studie zur Tinnitus-Erkrankung. Die EU fördert das sogenannte UNITI-Projekt mit sechs Millionen Euro. 500 Tinnitus-Patienten aus ganz Europa nehmen an der Studie teil. Am Ende soll ein Computermodell entstehen, dass für die Patienten die jeweils bestmögliche Therapie ermittelt.

    Verschiedene Therapien sollen kombiniert werden

    Tinnitus tritt nach Angaben der Forscher vielschichtig auf. Die bisher entwickelten Therapien würden oft nur auf einzelne Aspekte der Krankheit abzielen. Mit dem UNITI-Projekt sollen jetzt erstmals die Kombinationen mehrerer Behandlungsmethoden systematisch getestet werden. So wolle man versuchen, für jede einzelne Patientengruppe die jeweils beste Behandlungsstrategie zu finden, sagt Privatdozent Winfried Schlee, Psychologe an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum.

    Europaweit 42 Millionen Tinnitus-Patienten

    In Europa leiden nach Angaben des Klinikums rund 42 Millionen Menschen unter chronischem Tinnitus. Die störenden Ohrgeräusche führen bei vielen Betroffenen zu einer Einschränkung der Lebensqualität. Eine allgemein wirksame Behandlungsmethode für das sehr individuelle Krankheitsbild gebe es bisher jedoch nicht, heißt es weiter.