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Regen kann für Pollen-Allergiker gefährlich werden | BR24

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Regen macht die Luft klar und rein. Vorsicht aber während des Niederschlags. Für Pollen-Allergiker kann Regen gefährlich werden.

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Regen kann für Pollen-Allergiker gefährlich werden

Regen reinigt die Luft. Heuschnupfen-geplagten Menschen müsste er deswegen eigentlich Erleichterung verschaffen. Für Pollen-Allergiker kann Regen aber ganz im Gegenteil sogar gefährlich werden.

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Die menschliche Nase fängt Pollen, die eingeatmet werden, in der Regel erfolgreich ab. Bei Allergikern kommt es zwar zu Reaktionen wie Schnupfen, die unteren Atemwege sind davon aber meist nicht betroffen. Die eingeatmeten Pollen sind zu groß, um das Filtersystem der Nase zu passieren. Kritisch kann es aber bei Regen werden.

Regen lässt Pollen in der Luft zerplatzen

Regnet es bei starkem Pollenflug, kann es passieren, dass die Pollen in der Luft zerplatzen und die allergenen Partikel überall herum fliegen. Werden sie so eingeatmet, gelangen sie manchmal bis in die unteren Atemwege. Menschen, die keine Allergie haben, bemerken davon nichts. Wer aber unter Heuschnupfen leidet, kann unter bestimmten Umständen starke Beschwerden entwickeln.

Asthma bei Pollen-Allergikern

Vor allem während eines Gewitterregens kann bei Pollen-Allergikern das sogenannte Gewitter-Asthma entstehen. Starker Wind, wie er bei Gewittern auftritt, wirbelt Feinstaub aus Erdmaterial, Bakterien oder Schimmelsporen durcheinander. Das Unwetter wirkt wie ein Staubsauger, der viele Partikel inklusive Pollen aufsaugt und konzentriert wieder nach unten bläst. Wissenschaftler gehen davon aus, dass insbesondere dieses Gemisch zu asthmatischen Beschwerden führen kann.

Betroffene können sich schützen

In Europa kommt Gewitter-Asthma eher selten vor. Ob der jeweilige Regenguss wirklich eine Gefahr darstellt, ist für den Betroffenen schwer einschätzbar. Allergiker können jedoch vorbeugen, indem sie beim Wetterdienst und Medizinern nachfragen, ob der aufziehende Regen Risiken birgt. Menschen, die sehr stark von Allergien betroffen sind, können sich schützen, indem sie sich während des Regens in geschlossenen Räumen aufhalten.

Wie lange nach dem Regen drinnen bleiben?

Wie lange die allergenen Partikel nach dem Regen in der Luft herum schwirren können, ist unklar. Nach einer halben bis einer Stunde können Betroffene in der Regel aber wieder raus gehen. Dann tritt der Effekt ein, für den Regen bekannt ist: die Luft ist klar und rein.

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