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Gabriele Gien einstimmig als Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wieder gewählt

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    Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt wiedergewählt

    Die Literaturwissenschaftlerin Gabriele Gien bleibt Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Das Wahlgremium der Hochschule hat die Professorin einstimmig wieder gewählt. Gien hat große Pläne.

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    Von
    • Susanne Pfaller

    Gabriele Gien bleibt Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) - nach früheren Querelen bedeutet das Kontinuität.

    Die Professorin führt die Hochschule bereits seit 2014, davon die ersten beiden zwei Jahre kommissarisch. Bevor die 59-Jährige die Leitung übernahm, gab es jahrelang massive Turbulenzen durch wiederholte Personalwechsel an der Spitze. Mittlerweile hat Gien die Hochschule wieder in ruhiges Fahrwasser gebracht und den ramponierten Ruf der Hochschule deutlich verbessert.

    Vollmitgliedschaft in der DFG als Nahziel

    In ihrer zweiten Amtszeit will Gien die KU zur Vollmitgliedschaft bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) führen. Das, so Gien, werde wohl "innerhalb eines Jahres passieren". Gemäß dem Leitbild der Katholischen Universität will die wiedergewählte Präsidentin auch bei der Frage der Digitalisierung den Menschen in den Mittelpunkt stellen: "Das wird die Herausforderung sein, sich hier im Konzert mit den anderen bayerischen Universitäten, die auch sehr viele Ressourcen dafür bekommen haben, sich zu bewähren und klarzumachen, dass es nicht nur um die Technik geht, sondern auch vor allen Dingen um den Menschen.“

    Früher Turbulenzen um die KU-Spitze

    Vor der Amtszeit von Gien gab es viele Jahre massive Unruhe um die Leitungsposition. 2008 scheiterte der bereits gewählte Kandidat Ulrich Hemel am Veto der katholischen Kirche. Ein Jahr später machte der ebenfalls schon gewählte Reinhard Hütter einen Rückzieher, wohl weil seine materielle Forderungen nicht erfüllt wurden. 2011 unterlag der damalige Interimschef Andreas Lob-Hüdepohl überraschend Richard Schenk. Der wiederum zog sich 2014 zog vorzeitig zurück, offiziell aus Gesundheitsgründen. Nach Schenks Abgang gestaltete sich die Suche nach einem Nachfolger erneut schwierig, bis letztendlich Gabriele Gien zum Zuge kam.

    "Top-Universität in Deutschland"

    Unter Gien gab es keine weiteren Negativschlagzeilen, sondern eher positive Nachrichten. Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt ist laut dem Hochschulranking des Studierendenportals "Studycheck" die beliebteste Universität Deutschlands 2021. In der Gesamtbewertung, in der auch Hochschulen erfasst werden, kommt die KU auf Platz zwei hinter der Fachhochschule für die Wirtschaft Hannover (FHDW).

    KU unabhängiger von der Trägerstiftung

    Während Giens erster Amtszeit wurde die KU unabhängiger von ihrer Trägerstiftung. Zum Januar 2021 hat die Stiftung, hinter der die sieben bayerischen Bistümer stehen, dafür eine neue Verfassung angenommen und damit Kompetenzen an die Uni abgetreten. Damit regelt nun die KU die personellen Angelegenheiten ihrer Professoren vollständig selbst. Die Hochschule selbst und nicht mehr die Stiftung hat jetzt das Recht, ihre Lehrstühle eigenständig zu besetzen. Durch den erweiterten Bewegungsspielraum der KU rückt auch ihre Vollmitgliedschaft bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) näher. Hier sieht die wiedergewählte Präsidentin die KU "auf einem guten Weg“. Innerhalb eines Jahres will Gient diese erreicht haben.

    Klare Regeln für die Präsidentenwahl

    Die Präsidentenwahl an der KU Eichstätt - Ingolstadt ist in einer eigenen Satzung geregelt. Die Wahl wird von einem 24-köpfigen Gremium vorgenommen. In ihm sind alle Gruppierungen der Universität vertreten, die Professorinnen und Professoren, der akademische Mittelbau, das wissenschaftsunterstützende Personal sowie die Studierenden.

    Die Rolle des Heiligen Stuhls

    Das Besondere an der Präsidentenwahl an der KU ist, dass die Bewerbung an den Heiligen Stuhl nach Rom geschickt wird, um dort die so genannte "kirchliche Unbedenklichkeitserklärung" einzuholen. Dieses "Nihil obstat" hat die diesmal einzigen Kandidatin Gabriele Gien aus Rom erhalten.

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