| BR24

 
 

Bild

Pinguinforscher Klemens Pütz 2013 im Garten seines Hauses mit dem ausgestopften Küken eines Kaiserpinguins, das er tot gefunden hatte.
© picture-alliance/dpa
© picture-alliance/dpa

Pinguinforscher Klemens Pütz 2013 im Garten seines Hauses mit dem ausgestopften Küken eines Kaiserpinguins, das er tot gefunden hatte.

Pütz, der seit rund 30 Jahren Pinguine erforscht, machte mit Blick auf die Veränderungen der Lebensbedingungen deutlich: "Vor allem die Tiere, die weit im Süden vorkommen, die tun sich schwer. Zum Beispiel an der antarktischen Halbinsel ist die Temperatur um fünf Grad angestiegen in den letzten 50 Jahren. Man hat dort jetzt häufiger Regen und keinen Schneefall mehr im Sommer. Dadurch kann es zu Strömungsveränderungen kommen und den Pinguinen sozusagen die Nahrung wegnehmen."

"Pinguine sind sehr wichtig für das Ökosystem, und wir nutzen sie auch als Indikatorspezies. Das heißt, wenn es einem Pinguin gut geht in seiner Umgebung, ist das Ökosystem weitestgehend in Ordnung und jede Veränderung macht sich sofort bei den Pinguinen bemerkbar."

Nach den Worten des Biologen sind viele Pinguinarten bedroht: "Es gibt insgesamt 18 Arten und 11 davon sind mehr oder weniger bedroht."

Pinguine haben Charme

Die Faszination der Pinguine bringt Pütz so auf den Punkt: "Jeder findet Pinguine irgendwie toll. Dem Charme der Tiere kann auch ich mich nicht entziehen. Sie sind lustig und komisch oder wirken zumindest so. Ich finde es total faszinierend, wie sich diese Vögel einem Leben im Wasser angepasst haben."

Am 25. April wird jedes Jahr international der Weltpinguintag begangen. An dem Tag kehren die Adéliepinguine nach vielen Monaten auf See in ihre Brutkolonie an Land zurück.