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Frauen pflücken Safranblüten und zupfen Safranfäden.

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    Pilz befällt teuerste Gewürzpflanze der Welt

    Die teuerste Gewürzpflanze der Welt ist krank: Eine Pilzerkrankung macht dem Safran in Indien zu schaffen. Wissenschaftler aus Deutschland und Indien haben sich zusammengeschlossen, um den Pilz zu bekämpfen.

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    Von
    • Tanja Fieber

    Ein Team der Universität Bremen und der indischen Universität Jammu wollen gemeinsam Pilzen zu Leibe rücken, die Safranzwiebeln in Kaschmir, dem Hauptanbaugebiet für Safran in Indien, faulen lassen. Vorher müssen die Wissenschaftler aber erst einmal mehr über den Pilz und seine Strategie herausfinden: Wie geht er vor und wie kann man die kostbare Safranpflanze dagegen schützen? Können Bakterien den Pilzen den Garaus machen? Dumm nur, dass man bislang wenig über den Safran, den Crocus sativus, weiß und die Zucht viel Zeit verschlingt.

    "Erst nach einigen Jahren sind Experimente möglich. Safran ist keine Pflanze, über die Sie ihre Doktorarbeit schreiben wollen." Stephan Clemens, Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie, Universität Bayreuth

    Mühsame Aufzucht und Herstellung

    Safran ist eine sterile Pflanze. Sie kann nur durch die Vermehrung von Trieben der Safranzwiebel gezüchtet werden. Das dauert. Genauso wie die Ernte: Erst müssen die Safranblüten in Handarbeit während einer kurzen Blütezeit gepflückt, dann ihre Blütenstempel mit der Hand ausgezupft und getrocknet werden. Das macht Safran zu einem der teuersten Gewürze weltweit. Im Gegensatz zum zweitteuersten Gewürz der Welt, der Vanille, kann Safran (noch) nicht künstlich hergestellt werden.

    Heilen mit Safran?

    Doch der Einsatz lohnt sich: Safran wird nicht nur eine stimmungsaufhellende, schmerzlindernde und verdauungsanregende Wirkung nachgesagt, sondern auch eine günstige Wirkung bei Nervenkrankheiten. Zumindest deuten Tierversuche darauf hin.