| BR24

 
 

Bild

Anett Bellack von der Uni Regensburg gibt die Mikroorganismen in die Anlage.
© BR
© BR

Anett Bellack von der Uni Regensburg gibt die Mikroorganismen in die Anlage.

Ein Projekt an der Ostbayerischen Technischen Hochschule will die Energiewende voranbringen. Am Mittwoch ist dazu ein neuartiger Bioreaktor zur Methangasproduktion testweise in Betrieb genommen worden.

Methangas statt Sonne oder Wind

Entscheidend an der neuen Energiegewinnung und -speicherung sind die sogenannten Archaeen. Diese Mikroorganismen gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde. Man kann sie zum Beispiel auf Reisfeldern, im menschlichen Verdauungstrakt oder auch in der Tiefsee finden. Die Organismen werden in den Bioreaktor – eine rund vier Meter hohe Röhre – eingefüllt. Hier vermehren sie sich und wandeln Kohlenmonoxid und Wasserstoff in Methangas um. Und das kann direkt in das bestehende Erdgasnetz eingespeist und dort gespeichert werden. Michael Sterner hat das Projekt an der OTH ins Leben gerufen.

"Dieses Gas kann man dann über Monate verlustfrei speichern im Gasnetz. Damit kann man dann wieder Strom daraus machen, wenn wir keinen Wind und keine Sonne haben. Man kann damit Autofahren und Wohnungen heizen." Michael Sterner von der OTH Regensburg

Von Regensburg nach Ibbenbühren

Nach der Testphase in Regensburg wird der Bioreaktor nach Ibbenbühren in Nordrhein-Westfalen gebracht. Dort soll die Anlage an das bestehende Erdgasnetz angeschlossen werden.

Biogenerator könnte 2025 in Serie gehen

Mehrere bayerische Hochschulen, Universitäten und Unternehmen aus dem Energiesektor sind an dem Projekt beteiligt. Schon 2025 könnte der neuartige Biogenerator laut Initiator Sterner in Serie gehen.

Anett Bellack von der Uni Regensburg gibt die Mikroorganismen in die Anlage

Anett Bellack von der Uni Regensburg gibt die Mikroorganismen in die Anlage