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Die Omikron-Variante breitet sich auch in Deutschland rasant aus. Einige Symptome scheinen typisch für eine Omikron-Infektion zu sein.

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    Omikron-Variante: Mögliche Symptome bei einer Infektion

    Monatelang haben sich die meisten Menschen in Deutschland mit der Delta-Variante des Coronavirus infiziert. Doch die Zahl derer, die sich mit der Omikron-Variante anstecken, steigt auch hierzulande rasant. So kann sich eine Infektion äußern.

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    Sylvaine von LiebeSylvaine von Liebe
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    Die Pandemie-Entwicklung in Großbritannien, Dänemark, Frankreich und den USA zeigt: Die Omikron-Variante des Coronavirus treibt die Zahl der Neuinfektionen in die Höhe. Auch in Deutschland werden immer mehr Fälle gemeldet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) gab es seit dem ersten Auftreten der Virus-Variante hierzulande Ende November 2021 42.536 Infektionen mit Omikron (Stand: 5. Januar 2022). Allein im Vergleich zum Vortag haben sich damit laut Meldedaten des RKI 7.027 Menschen beziehungsweise 20 Prozent mehr angesteckt.

    Omikron-Variante: Immer noch wenige Daten vorhanden

    Wie gefährlich die Omikron-Variante für Infizierte wirklich ist, lässt sich derzeit noch nicht eindeutig bestimmen. Belastbare Daten dazu gibt es bisher nur wenige. Zwei Studien aus Großbritannien deuten darauf hin, dass eine Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus zu milderen Krankheitsverläufen zu führen scheint als die Delta-Variante. Die rasant steigenden Infektionszahlen sprechen aber dafür, dass die Omikron-Variante zumindest deutlich infektiöser ist. Eine große Zahl von Infektionen mit der Omikron-Variante könnte daher dennoch zu einer Überlastung der Krankenhäuser führen.

    Bisher bekannte Covid-19-Symptome, unabhängig von der Variante

    In seinem epidemiologischen Steckbrief zu SARS-CoV-2 und Covid-19 nennt das Robert Koch-Institut (RKI), Husten, Fieber, Schnupfen sowie Geruchs- und Geschmacksverlust als "erfasste Symptome für Covid-19-Fälle in Deutschland". Demnach trat bei 42 Prozent aller erfassten Coronavirus-Infektionen Husten auf, unabhängig von der Variante. 26 Prozent der Coronavirus-Infizierten litten an Fieber, 31 Prozent an Schnupfen und 19 Prozent unter einer Störung des Geruchs- und Geschmackssinns.

    Weitere mögliche Symptome bei einer Coronavirus-Infektion sind laut RKI Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, eine Entzündung der Augenbindehaut (eine sogenannte Konjunktivitis), Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie und Schläfrigkeit.

    Diese Symptome sind bei Omikron bisher bekannt

    Zu Symptomen, die speziell bei einer Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus auftreten können, schreibt das RKI in seinem aktuellen Wochenbericht: "Für 6.788 Fälle wurden Angaben zu den Symptomen übermittelt, es wurden überwiegend keine oder milde Symptome angegeben. Am häufigsten wurde von Patientinnen und Patienten mit Symptomen Schnupfen (54 Prozent), Husten (57 Prozent) und Halsschmerzen (39 Prozent) genannt. 124 Patientinnen und Patienten wurden hospitalisiert, vier Person sind verstorben". Die häufigsten Symptome bei einer Infektion mit der Omikron-Variante sind also laut RKI: Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Was bei einer Ansteckung mit der Omikron-Variante des Coronavirus nach bisherigen Erkenntnissen im Gegensatz zu anderen Virusvarianten hingegen nicht auftritt, ist der Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn.

    Appetitlosigkeit und "brain fog" bei Omikron-Infektion

    Möglicherweise neue Symptome zeigt auch die ZOE-Covid-Studie, für die in Großbritannien per App Daten zu Covid-19 gesammelt und ausgewertet werden. Bei einer Omikron-Infektion gaben Nutzer neben den bekannten Symptomen wie Husten, Schnupfen, Hals- und Kopfschmerzen an, auch unter Appetitlosigkeit zu leiden und sogenanntem "brain fog", also unter einem "Sich-benebelt-fühlen". Leichte oder starke Müdigkeit wurde ebenfalls häufig als Symptom genannt.

    Der südafrikanische Arzt Unben Pillay berichtete bereits Ende November 2021 von nächtlichen Schweißausbrüchen, die bei einer Omikron-Infektion ebenfalls auftreten können. Zuvor hatte bereits Angelique Coetzee, die Entdeckerin der Omikron-Variante, in einem Interview mit der BBC erklärt, die ihr bekannten Fälle der Omikron-Infektionen seien alle mit "sehr milden Symptomen" verlaufen. Die Beobachtungen aus Südafrika lassen sich allerdings nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen. So ist in Südafrika der Altersdurchschnitt der Bevölkerung deutlich niedriger als in Deutschland. Außerdem waren vor der Omikron-Welle in Südafrika bereits viele Menschen dort mit einer anderen Variante des Coronavirus infiziert. Deshalb könne man vom Infektionsgeschehen in Südafrika nicht automatisch Rückschlüsse auf Deutschland ziehen, sagen Experten.

    Geimpfte haben ein niedrigeres Risiko, schwer zu erkranken

    Allein von den auftretenden Symptomen auf die Virus-Variante zu schließen, mit der man sich möglicherweise angesteckt hat, ist nicht möglich. Eindeutige Sicherheit darüber kann nur eine Genom-Sequenzierung geben. Ein PCR-Test kann aber oft schon klären, ob die Delta- oder die Omikron-Variante des Coronavirus hinter einer Infektion steckt. Egal, mit welcher Variante des Coronavirus man sich angesteckt hat, gilt auch bei der Omikron-Variante - darüber sind sich alle Experten einig: Geimpfte haben ein wesentlich niedrigeres Risiko, schwer zu erkranken, als Ungeimpfte.

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