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Öko-Test: Einige Mineralwässer mit Schadstoffen belastet | BR24

© dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Mineralwasser - der Durstlöscher im Test

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    Öko-Test: Einige Mineralwässer mit Schadstoffen belastet

    Öko-Test hat 100 Medium-Mineralwässer getestet. Die gute Nachricht: Mehr als die Hälfte der Mineralwässer aus ganz Deutschland bekamen die Note "sehr gut". Aber in einigen Proben fanden sich auch Nitrate oder andere giftige Substanzen.

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    Öko-Test hat 100 Mineralwässer unter die Lupe genommen. 51 davon schnitten im Test mit der Note "sehr gut" ab. 35 der getesteten Mineralwässer waren aber nur "befriedigend" und schlechter. Insgesamt 18 Mineralwässer fielen negativ auf, weil sie Abbauprodukte von Pestiziden, künstliche Süßstoffe, Uran, Bor und Nitrat enthielten. Auch die Umweltbilanz der Verpackung fiel beim Test ins Gewicht. Vier Mineralwässer wurden sogar mit "mangelhaft" oder "ungenügend" bewertet, so Öko-Test.

    Mangelhafte und ungenügende Mineralwässer:

    • Anhaltiner Bergquelle Medium "mangelhaft"
    • Brohler Medium "mangelhaft"
    • Naturpark Quelle Medium "mangelhaft"
    • Apollinaris Medium "ungenügend"

    Die Ergebnisse zu allen Produkten, die getestet wurden, finden Sie alphabetisch sortiert kostenfrei bei Öko-Test.

    Mineralwasser wird streng kontrolliert

    Deutschland besitzt knapp 200 Mineralbrunnen und bietet 500 verschiedene Mineralwässer und 35 Heilwässer an, so der Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. Das Gesetz sieht vor, dass jedes Mineralwasser aus unterirdischen Quellen stammen muss, die frei von Verunreinigungen sind. Es muss direkt an der Quelle abgefüllt werden, um die Reinheit des Wassers zu gewährleisten. Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel, das eine amtliche Anerkennung erhält, so der Verband. Das Wasser wird vielfach untersucht und kontrolliert, bevor es sich "natürliches Mineralwasser" nennen darf.

    Die Deutschen lieben Mineralwasser

    Mineralwasser ist das beliebteste deutsche Kaltgetränk. Nach Angaben des Verbands Deutscher Mineralbrunnen e.V. trank im Jahr 2018 jeder Deutsche rund 148 Liter. Im Jahr 2017 waren es rund 133 Liter pro Jahr. 1980 waren es nur rund 40 Liter. Am beliebtesten sind mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent der klassische Sprudel, gefolgt von Wässern mit geringem Kohlensäuregehalt.

    Was macht Mineralwasser aus?

    Mineralwasser ist ein Naturprodukt und entsteht, wenn Regenwasser in den Boden sickert. Es sammelt sich dann, nachdem es viele Erd- und Gesteinsschichten durchlaufen hat, in tiefen Quellen - ein Prozess, der Jahre dauern kann. Bei dieser Reise wird das Wasser gereinigt und gefiltert. Die Gesteinsschichten, die passiert werden, geben Mineralstoffe, Spurenelemente und gegebenenfalls Kohlensäure an das Wasser ab. Daneben können aber auch giftige Substanzen das Wasser kontaminieren wie Uran, Arsen oder Bor. Auch Pestizide, mit denen Äcker gespritzt werden, können in ihren Abbauprodukten die Quelle verunreinigen.

    Alltagstipp: Was Mineralwasser alles kann

    Mineralwasser kann übrigens noch mehr, als nur getrunken werden. Eine Flasche Mineralwasser griffbereit zu haben, lohnt sich - nicht nur, um den Durst zu löschen. Insbesondere Mineralwasser mit Kohlensäure kann in Küche oder Bad ein Helfer sein. Denn die feinen Kohlensäurebläschen sind echte Kraftprotze. So kann Mineralwasser flecken entfernen, ersetzt das Backpulver beim Kuchenbacken oder sorgt für glänzende Haare. Alle Tipps zum Multitalent Mineralwasser finden Sie hier.