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Noch etwas Geduld, Pilze-Sammler - die Pilzsaison wird gut! | BR24

© dpa-Bildfunk/Armin Weigel

Archivbild: Maronenröhrling wartet auf den Pilzsammler

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    Noch etwas Geduld, Pilze-Sammler - die Pilzsaison wird gut!

    Obwohl es in letzter Zeit viel geregnet hat, gibt es bislang nur wenige Speisepilze in Bayern. Trotzdem können sich Pilzsammler freuen. Experten erwarten, dass die Pilzsaison heuer ergiebiger wird als im letzten Jahr. Ein paar Tipps zur Vorbereitung.

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    Pilzsammler müssen sich im Freistaat noch gedulden: Bisher ist die Saison aus Sicht von Experten in weiten Teilen Bayerns eher durchwachsen. "Die Speisepilze sind noch nicht toll, aber wir warten darauf", sagte Pilzberater Georg Dünzl. Schon jetzt sei aber absehbar, dass die Pilzsaison ergiebiger werden dürfte als im vergangenen Jahr.

    Ideale Bedingungen für Pilze: Regen und bis zu 25 Grad

    Nach dem regenreichen August würden im September wieder mehr Speisepilze wachsen, sagte Christoph Hahn, Präsident der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft. Denn die Wetterverhältnisse seien ideal gewesen: Die meisten Pilze wachsen bei Temperaturen von 20 bis 25 Grad und Regen.

    Pilzberatung hilft weiter

    "Bei der Feuchtigkeit hatten wir eigentlich schon mehr Pilze erwartet", sagte Dünzl, der zu dem Zeitpunkt gemeinsam mit Christoph Hahn in der Nähe vom Ammersee auf Pilzsuche war. "Wir haben heute noch keinen einzigen Speisepilz gefunden." Auch zu seiner Pilzberatung in München seien bisher nur wenige Leute mit ihren Funden gekommen.

    Achtung: Beim Pilzesammeln ist nicht alles erlaubt

    Viele einheimische Pilze wie Steinpilz, Pfifferling, Schweinsohr, Brätling, Rotkappe, Birkenpilz und Morchel stehen unter Artenschutz. Folgt man dem Bundesnaturschutzgesetz, ist es daher eigentlich verboten, diese Arten in der freien Natur zu sammeln und weiterzuverarbeiten bzw. zu verkaufen. Für passionierte Schwammerlsucher gibt es zum Glück eine Ausnahme, die per Bundesartenschutzverordnung geregelt ist: Die betroffenen Pilze dürfen in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden. Das ist beim Pilzesammeln erlaubt.

    Auf einen Blick: Alles, was Sie über Pilze wissen sollten.

    Bildergalerie: Diese Pilze kann man essen.

    Bildergalerie: Achtung - diese Pilze sind giftig!

    Schon jetzt gibt es regionale Unterschiede für Pilzsammler

    Am Alpenrand und im Bayerischen Wald kehren Pilzsammler aber schon in diesen Tagen mit vollen Körben von ihren Streifzügen zurück. Pilzberater Rudi Markones fand im Urlaub im Bayerischen Wald sogar einen seltenen Pilz. "Der lilablättrige Nabeling wurde davor erst ein Mal in Bayern gefunden", sagte der Pilzsammler aus der unterfränkischen Gemeinde Kist. "Da ist man natürlich schon sehr zufrieden."

    In Bayern gibt es 12.000 Pilzarten

    In Bayern gibt es Markones zufolge 10.000 bis 12.000 verschiedene Pilzarten. Er hofft, dass davon schon bald viele in seinem Schutzgebiet wachsen. Ab Herbst will er dort nämlich Pilzführungen anbieten.

    Bei Würzburg gibt es das erste Pilzschutzgebiet

    Markones wird den ein Zentimeter großen Pilz nun trocknen lassen, um ihn später unter dem Mikroskop erforschen zu können. In seiner Heimat wird der Vorsitzende der "Pilzfreunde Mainfranken" bald noch mehr Pilze unter die Lupe nehmen können. Im Frühjahr hat sein Verein nämlich das erste Pilzschutzgebiet in Bayern eröffnet: Auf einem einen Hektar großen Waldstück bei Würzburg dürfen Pilze nun ganz ungestört wachsen.

    Sechs neue Pilzarten im Bayerischen Wald entdeckt

    Jeden Tag sterben Pflanzen- und Tierarten aus. Der Mensch ist dafür oft die Ursache. Aber es werden auch immer wieder neue Arten entdeckt: So geschehen im Nationalpark Bayerischer Wald. Dort haben Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich sechs neue Pilzarten ausfindig gemacht.