BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Neue Studie: E-Zigaretten so gefährlich wie Tabak | BR24

© BR/Marcus Schuler

Eine Studie aus den USA belegt, dass das Rauchen von E-Zigaretten langfristig genauso schädlich ist wie das Rauchen von Tabak. Typische Erkrankungen sind demnach Asthma, Bronchitis und Emphysem.

7
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Neue Studie: E-Zigaretten so gefährlich wie Tabak

Eine Studie aus den USA belegt, dass das Rauchen von E-Zigaretten langfristig genauso schädlich ist wie das Rauchen von Tabak. Typische Erkrankungen sind demnach Asthma, Bronchitis und Emphysem.

7
Per Mail sharen

Laut einer neuen Studie der Universität von San Francisco besteht für Menschen, die E-Zigaretten rauchen, ein erhebliches Risiko, schwere, chronische Lungenerkrankungen wie Asthma, Bronchitis und Emphysem - also Beschädigungen der Lungenbläschen - zu entwickeln. Die Studie des Wissenschaftlers Stanton Glantz zeigt außerdem, dass das Rauchen von Verdampfungszigaretten ähnliche Auswirkungen auf die Gesundheit hat wie traditionelles Tabakrauchen.

Die im American Journal of Preventive Medicine veröffentlichte Studie analysierte Daten von 32.000 Erwachsenen in den USA von 2013 bis 2016. Im Fokus standen Raucher sowohl von Tabak- als auch E-Zigaretten. Keiner der Teilnehmer hatte zu Beginn der Studie Lungenprobleme. Die Forscher fanden heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, an der Lunge zu erkranken, bei Menschen, die E-Zigaretten konsumierten, um etwa ein Drittel zunahm. Die Folge: Asthma, Bronchitis und Emphysem.

Ein neues Studienergebnis

Die Studie der Uni von San Francisco kommt außerdem zu dem Ergebnis: Wer E-Zigaretten zusätzlich zu normalen Zigaretten raucht, verdreifacht sein Risiko für chronische Lungenerkrankungen. Es ist das erste Mal, dass Forscher nachgewiesen haben, dass der Konsum von E-Zigaretten langfristige Auswirkungen auf die Atemwege hat - ähnlich wie das traditionelle Rauchen von Tabak.

Frühere Ergebnisse kamen zwar auch zu dem Schluss, dass es einen Zusammenhang zwischen E-Zigaretten und Lungenerkrankungen gibt. Langfristigen Auswirkungen konnten diese aber nicht nachweisen. Die Wissenschaftler hatten aber auch festgestellt, dass das Lungenkrebsrisiko beim Umstieg auf E-Zigaretten gesenkt wird.

"Für Menschen, die gewechselt haben, sind ihre Risiken zurückgegangen. In der realen Welt sind die meisten jedoch Doppelbenutzer", sagte Professor Stanton Glantz gegenüber der Tageszeitung "San Francisco Chronicle". Diesen würde es tatsächlich schlechter als den Tabakrauchern gehen.

Verkaufsverbot ab dem 1. Januar 2020

Die Ergebnisse stehen nicht im Zusammenhang mit dem Ausbruch einer in den USA plötzlich auftretenden Lungenkrankheit, die die US-Gesundheitsbehörden in den vergangenen Monaten alarmiert hatte. 52 Menschen sind seither gestorben. Sie hatten illegale THC-Produkte verdampft, die vermutlich mit einem Stoff verdünnt wurde, der das Öl der E-Zigaretten strecken sollte. In San Francisco und nahezu der gesamte Bay Area ist der Verkauf von E-Zigaretten ab 1. Januar 2020 verboten.