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Mit einem Tag Verspätung ist eine weitere SpaceX-Raumkapsel zur internationalen Raumstation ISS gestartet. Es handelt sich um die zweite Crew, die von dem US-Unternehmen zur ISS transportiert wird.

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Neue SpaceX-Mission startet zur Raumstation ISS

Gegen Mittag sollen eine Frau und drei Männer zur Raumstation ISS abheben. An Bord des Raumschiffs "Crew Dragon" der privaten Firma SpaceX ist auch der Franzose Thomas Pesquet, der als dritter Europäer das Kommando in der Raumstation übernimmt.

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Von
  • Dominik Einzel
  • Katrin Brand

Eigentlich sollten die vier Astronauten schon seit gestern im All sein, doch das Wetter war zu schlecht über dem Atlantik. Deshalb startet die Space X-Reise heute erst kurz vor Sonnenaufgang Ortszeit, 11.49 Uhr unserer Zeit, vom Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida.

Crewmitglieder aus den USA, Japan und Frankreich

An Bord sind drei Männer und eine Frau aus den USA, Japan und Frankreich. Thomas Pesquet wird der erste Europäer sein, der mit Space X zur Internationalen Raumstation ISS fliegt. Er wird dort ein halbes Jahr bleiben und später auch das Kommando übernehmen. Mit an Bord sind beiden US-Astronauten Shane Kimbrough und Megan McArthur sowie ihr japanischer Kollege Akihiko Hoshide.

Raumschiff und Rakete werden wiederverwendet

Es ist erst die zweite Routine-Mission der Raumfahrtbehörde NASA seit der Wiederaufnahme der bemannten Raumfahrt in den Vereinigten Staaten und die zweite mit dem "Crew Dragon" des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX. Neu ist, dass die Crew diesmal gebrauchtes Material benutzt. Die Kapsel war schon bei der ersten SpaceX-Mission am Start, die Falcon Rakete wurde bereits im vergangenen November eingesetzt.

Davor hatte die Firma von US-Unternehmer Elon Musk nur Fracht ins All befördert. Die erste Crew soll dann kommenden Mittwoch zurück zur Erde kommen. So lange wird es zu acht etwas eng auf der ISS.

Franzose wird dritter europäischer ISS-Kommandant

Für Thomas Pesquet ist es die zweite Mission im All nach einem halbjährigen ISS-Aufenthalt ab November 2016. Sein neuer Flug wird arbeitsreich: Rund hundert wissenschaftliche Experimente warten auf den gelernten Raumfahrtingenieur. Unter anderem soll er den sogenannten Blob ins All bringen - einen glibberigen Einzeller, dessen Eigenschaften in der Schwerelosigkeit untersucht werden sollen.

Ähnlich wie schon der deutsche Astronaut Alexander Gerst will Pesquet bei seiner neuen Mission in Radio- und Videoclips für Groß und Klein über seine Erlebnisse auf der ISS berichten. Nach dem Belgier Frank de Winne im Jahr 2009 und Alexander Gerst 2018 wird Pesquet als dritter Europäer die ISS auch kommandieren.

© BR/ARD Katrin Brand
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SpaceX startet zur Raumstation ISS

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