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NASA startet neue Mars-Mission: Auf der Suche nach Leben | BR24

© Bayerischer Rundfunk 2020

Mit deutscher Technologie an Bord ist der US-Marsrover "Perseverance" zum Roten Planeten gestartet. Die Reise dauert sieben Monate. Auf dem Mars soll der Rover dann nach möglichen Spuren früherer Lebensformen suchen.

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NASA startet neue Mars-Mission: Auf der Suche nach Leben

Vor dem Start der neunten NASA-Mars-Mission hat Wissenschaftsdirektor Thomas Zurbuchen betont, dass er sich freue, dass inzwischen auch andere Länder eigene Mars-Expeditionen gestartet haben. Heute startet der Rover "Perseverance".

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Der Wissenschaftsdirektor der Raumfahrtbehörde NASA, Thomas Zurbuchen, hat die führende Rolle der USA in der Mars-Forschung betont: "Mit diesem Start ist das die hoffnungsvolle neunte erfolgreiche Mars-Mission und die neunte Landung", sagte er im Interview mit der Bayern 2-radioWelt. Noch kein anderes Land habe es geschafft, auf dem Mars erfolgreich zu landen. Vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus soll eine Trägerrakete an diesem Donnerstag den Rover "Perseverance" zum Roten Planeten bringen.

Keine Konkurrenz im All

Eine Konkurrenz durch andere Staaten, die in diesen Wochen ebenfalls Mars-Missionen gestartet haben, fürchtet Zurbuchen nach eigenen Worten nicht: "Wir sind froh, wenn immer andere Länder auch mit uns zusammen forschen und auch ihr Geld ausgeben, um eben diese wichtige Forschung zu machen. Wir sind froh für die Emirate, aber auch froh für China." Die Wissenschaft sei international: "Wir klatschen einander zu". Man habe China zum erfolgreichen Start gratuliert, "und wir wissen, dass die Chinesen auch uns gratulieren, wenn wir erfolgreich starten".

Auf der Suche nach Leben

Der Mars-Rover soll nach siebenmonatiger Reise auf dem Mars in einem früheren Seebett landen. "Wir werden dort die Suche starten nach Leben, nach Zeichen des Lebens in dieser Umgebung", so der aus der Schweiz stammende Astrophysiker: "Wir werden uns die ganze Umgebung ansehen mit Instrumenten, mit einer Genauigkeit, die wir noch nie gesehen haben. Das sind absolut neue Instrumente." Der Rover werde "Materialproben aus der Oberfläche" des Planeten entnehmen, "mit dem Ziel, dass wir in den späten zwanziger Jahren diese Proben zurück auf die Erde bringen.

Während einer solchen Mission werde er "immer nervös", sagte Zurbuchen. "Ich frage mich immer: Haben wir alles gemacht, um dieser Mission zum Erfolg zu verhelfen?" Bei Raketenstarts habe er stets zwei vorbereitete Reden dabei, auch eine für den Fall eines Scheiterns: "Der Fehlstart ist immer viel mehr Vorbereitung als der erfolgreiche. Ich habe zwei Bücher neben mir, ein dickes und ein dünnes. Und ich hoffe, ich brauche nur das dünne!"

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