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Nachfahren ausgestorbener Schildkröten auf Galapagos gefunden | BR24

© pa/dpa/Dieter Moebus

Nachfahren ausgestorbener Schildkröten auf Galápagos gefunden

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    Nachfahren ausgestorbener Schildkröten auf Galapagos gefunden

    Auf Galapagos haben Naturschützer 30 Exemplare von teilweise ausgestorbenen Riesenschildkröten gefunden - unter anderem von der Art des bekannten Lonesome George, der 2012 gestorben war. Bisher galt er als der letzte seiner Art.

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    Naturschützer haben auf Galapagos 30 Riesenschildkröten entdeckt, die teilweise von ausgestorbenen Arten abstammen. Bei ihrer Arbeit in der Nähe des größten Vulkans der Inselgruppe hätten sie unter anderem Nachfahren der Art der berühmten Schildkröte Lonesome George gefunden, teilten der Galapagos-Nationalpark und eine dortige Naturschutzbehörde mit.

    Lonesome George war doch nicht der letzte seiner Art

    So habe ein junges Weibchen eine direkte Abstammungslinie zu der Schildkrötenart Chelonoidis abingdonii von der Insel Pinta. Der 2012 verstorbene Lonesome George war der letzte Vertreter dieser Art. Zudem stammten elf Männchen und 18 Weibchen von der Chelonoidis-niger-Line der Insel Floreana ab. Bei den gefundenen Schildkröten handelt es sich um Mischlinge, die von den ausgestorbenen und anderen Arten abstammen.

    Schildkröten wohl von Piraten auf die Insel gebracht

    Das 45-köpfige Expeditionsteam war rund um den Vulkan Wolf auf der Insel Isabela tätig. Piraten und Walfänger hätten Schildkröten von anderen Inseln des Archipels genommen und sie in der Nähe des Vulkans zurückgelassen, teilte das Team mit.

    Auf Galapagos lebt eine große Vielfalt einheimischer Tier- und Pflanzenarten. Laut der Naturschutzbehörde gab es dort etwa 15 eng verwandte Schildkrötenarten, von denen mindestens vier als ausgestorben gelten. Geschätzt 20.000 bis 25.000 wilde Schildkröten leben auf den Inseln, die zu Ecuador gehören.