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Mondlandung: Verschwörungstheorien halten sich bis heute | BR24

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Ein großer Schritt für die Menschheit. Diffuse Bilder, verwackelt, verschwommen. Die Mondlandung jährt sich zum 50. Mal. Noch immer halten sich die Verschwörungstheorien, die behaupten, dass alles nur ein großer Schwindel war.

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Mondlandung: Verschwörungstheorien halten sich bis heute

Ein großer Schritt für die Menschheit. Diffuse Bilder, verwackelt, verschwommen. Die Mondlandung jährt sich zum 50. Mal. Noch immer halten sich die Verschwörungstheorien, die behaupten, dass alles nur ein großer Schwindel war.

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600 Millionen Menschen sitzen vor dem Fernseher und Verfolgen die Apollo 11. Es ist das bis dahin größte Fernsehereignis der Geschichte. Weltweit erleben die Menschen live wie Neil Armstrong am 21. Juli 1969 gegen vier Uhr in der Nacht als erster Mensch den Mond betritt - und seine berühmten Worte sagt: "It’s a small step for a man, and a leap for the whole mankind."

Hartnäckige Verschwörungstheorien um die Mondlandung

50 Jahre ist das jetzt her und bis heute halten sich Theorien, dass alles nur ein großer Schwindel gewesen sei. Der Tenor: Die USA waren niemals auf dem Mond, die Mondlandung wäre in einem Fernseh-Studio gedreht worden.

  • Grund 1: Auf den Fotos seien keine Sterne zu sehen, wo eigentlich Millionen von Lichtern sein sollten.
  • Grund 2: Die Flagge scheint sich durch einen leichten Luftzug zu bewegen, als sie in den Boden gesteckt wird, obwohl es auf dem Mond keinen Wind gibt.
  • Grund 3: Man wäre 1969 technisch gar nicht in der Lage gewesen Menschen zum Mond und wieder zurückzubringen.

Die Mondlandung eine Fälschung. Daran glauben nach Umfragen fünf bis zehn Prozent der Amerikaner, das sind Millionen von Menschen. Auch in Deutschland hat diese Behauptung viele Anhänger. Aber warum glauben so viele Menschen an Verschwörungsmythen? Für Physiker und Buchautor Holm Hümmler, der sich seit 20 Jahren mit Verschwörungstheorien beschäftigt, werden dabei ganz grundlegende Bedürfnisse angesprochen: "Das finden wir bei Verschwörungsmythen eigentlich immer: Ein Verschwörungsmythos, der erfolgreich ist, muss eigentlich immer eine gut erzählbare Geschichte sein, das muss was sein, was die Schlagzeilen füllen würde."

Mondlandung: Fotos waren überbelichtet

Für die angeblichen Beweise der "Verschwörungs-Behauptungen" gibt es rationale Erklärungen. Es sind deswegen keine Sterne auf den Fotos zu sehen, weil man die Fotos so lange belichten hätte müssen, dass Mond oder Astronaut im Vordergrund vollkommen überbelichtet gewesen wären. Und auch dafür, dass die Fahne auf dem Mond zu wehen scheint, obwohl dort kein Wind existiert, gibt es einen guten Grund, so Hümmler:

"Die Fahne weht halt nicht, sie schwingt. Das kann man auch relativ schön sehen, wenn man sich diese Videos mal am Stück ansieht, und nicht zwei, drei Sekunden rausgeschnitten werden, wo das so aussieht als würde die Fahne flattern. Dann sieht man, dass die Fahne eben schwingt, nachdem jemand sie in Bewegung versetzt hat." Holm Hümmler, Buchautor

Sowjetunion hat nie an Mondlandung gezweifelt

Für Martin Elsässer von der Volkssternwarte in München gibt es ein unwiderlegbares Argument gegen die Verschwörungshypothese rund um die Mondlandung. Die ehemalige Sowjetunion hätte die Fälschung sofort entlarvt:

"Die haben nie an der Mondlandung gezweifelt. Das waren die, die technisch die Ahnung hatten. Das waren die, die Motivation hatten, einen Betrug in die ganze Welt hinauszuposaunen. Und das waren die, die auch die Geheimdienstmethoden hatten, um etwas herauszufinden. Und die haben nie etwas gesagt." Martin Elsässer, Volkssternwarte in München

Die Funkwellen wurden ja nicht nur von den USA empfangen, sondern auch von der Sowjetunion. Sie konnten durch Triangulation bestätigen, dass die Funksprüche vom Mond kamen.