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Mini-Roboter tötet gefräßige Seesterne im Great Barrrier Reef | BR24

© Great Barrier Reef Foundation/dpa-Bildfunk

Der australische Forscher Matthew Dunbabin testet den Tauchroboter "RangerBot", der gefräßige Seesterne im Great Barrier Reef töten kann.

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    Mini-Roboter tötet gefräßige Seesterne im Great Barrrier Reef

    Gefräßige Seesterne setzen dem Great Barrier Reef zu. Wenn ihre natürlichen Feinde fehlen, fallen sie zu Tausenden über Korallen her und hinterlassen weiße Riffe. Spezielle Unterwasser-Roboter sollen die Dornenkronen-Plage in Australien eindämmen.

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    Forscher der Queensland University of Technology (QUT) haben sogenannte "RangerBots", hochtechnologische Meeresdrohnen, in Zusammenarbeit mit der Great Barrier Reef Foundation und Google entwickelt. Der Unterwasserroboter kann per Tablet durch komplexe Korallenriffe navigiert werden, um dort Dornenkronen-Seesterne aufzuspüren. Dann schießt der Apparat eine tödliche Injektion aus Essig oder Gallensalz auf den Seestern. Das Riff soll dabei unversehrt bleiben.

    Nahezu hundertprozentige Erkennungsrate des Roboters

    Der gelbe Unterwasserjäger könne die dornigen Seesterne mit einer Zuverlässigkeit von 99,4 Prozent erkennen, sagt sein Erfinder, der QUT-Ingenieur Matthew Dunbabin.

    "Wir haben den RangerBot so trainiert, dass er Dornenkronen erkennt - und zwar nur diese korallenzerstörenden Seesterne -, ähnlich wie Menschen lernen, zwischen verschiedenen Meereslebewesen zu unterscheiden." Matthew Dunbabin, Ingenieur an der Queensland University of Technology

    Bis zu acht Stunden und auch nachts im Einsatz

    Der 15 Kilogramm schwere und 75 Zentimeter lange Roboter kann pro Batterieladung bis acht Stunden tauchen und auch nachts im Einsatz sein, selbst in Gewässern mit Haien und Krokodilen. Zudem kann der Roboter laut Dunbabin Korallenriffe auch auf andere Gefahren untersuchen, etwa auf sonstige Schädlinge, Korallenbleiche oder Versandung.

    Bisherige Verfahren wenig effizient und nachhaltig

    Bei bisherigen Programmen werden die Dornenkronen von Tauchern einzeln per Giftspritze getötet – ein sehr aufwändiges Verfahren, mit dem die Plage nur schwer in den Griff zu bekommen ist. Auf den kleinen U-Boot-ähnlichen Robotern liegt nun die Hoffnung, die Korallen-fressenden Seesterne schneller und effizienter zu beseitigen.