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Mehr Corona-Tests, mehr Infizierte? Possoch klärt! | BR24

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Corona: Mehr Tests, mehr Fälle? Und wie sicher ist der Test überhaupt? Possoch klärt!

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    Mehr Corona-Tests, mehr Infizierte? Possoch klärt!

    Haben Corona-Skeptiker recht, wenn sie sagen: Wir haben nur mehr Fälle, weil wir mehr testen? Wird die zweite Welle regelrecht herbeigetestet? Und wie zuverlässig ist so ein PCR-Test überhaupt? Possoch klärt!

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    Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Corona-Fällen und der Anzahl der Tests? Eine Frage die man durchaus stellen kann.

    Ein Teil der gestiegenen Zahlen hat auch damit zu tun, dass wir mehr positive Fälle entdecken. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gesagt und damit legt er einen Zusammenhang zwischen der Ausweitung der Tests und den Corona-Zahlen nahe. Das Robert Koch-Institut dröselt das noch mal ein bisschen auf und hat BR24 gesagt: Mehr Tests können zu einem Anstieg der Fallzahlen führen, da Fälle, die sonst nicht aufgefallen wären, entdeckt werden können.

    Das heißt aber nicht, dass umgekehrt die steigenden Fallzahlen nur mit dem höheren Testaufkommen erklärt werden können. Man kann also nicht sagen: "Je mehr getestet wird, desto mehr Corona-Fälle gibt es." Die genaue Datenanalyse, die zeigt, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Ausweitung der Tests und der Zahl der Neuinfektionen gibt, finden Sie im Video weiter unten.

    Wie zuverlässig ist der PCR-Test überhaupt?

    Wie sieht es dann aber mit dem Test an sich aus? Es gibt auf YouTube Videos, in denen behauptet wird, der PCR-Test liefere zwischen 30 und 50 Prozent falsche Ergebnisse.

    Ein falsches PCR-Testergebnis würde ja heißen: entweder der Test ist falsch positiv. Also jemand, der gar nicht infiziert ist, wird als infiziert ausgewiesen. Oder der Test ist falsch negativ. Also jemand, der infiziert ist, bekommt gesagt: Sie sind nicht infiziert. Warum der PCR-Test relativ sicher ist, es aber auch davon abhängt, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie sich infiziert haben, ob das Ergebnis stimmt, finden Sie im Video weiter unten.

    Wie sinnvoll sind 200.000 Corona-Tests am Tag?

    Zuletzt hat Bayern angekündigt, die Testkapazitäten nochmals hochzufahren: auf 200.000 Tests pro Tag. Was soll das bringen? Japan fährt inzwischen eine andere Strategie. Das Land verfolgt nicht mehr jede einzelne Infektion, sondern versucht, früh Cluster, Mehfachansteckungen, ausfindig zu machen.

    Wie erfolgreich das Land damit ist und was wir daraus lernen könnten, warum es irreführend ist, zu sagen: "Mehr Tests, mehr Fälle" und wie Sensitivität, Spezifität und Vortestwahrscheinlichkeit beim PCR-Test zusammenspielen und das Ergebnis beeinflussen:

    Possoch klärt!

    Was halten Sie von der bayerischen Teststrategie? Sollten wir uns lieber an Japan ein Beispiel nehmen? Klicken Sie in das YouTube-Video und diskutieren Sie dort in den Kommentaren mit!

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