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Die Verschmutzung des Marmarameeres nimmt weiter zu.

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"Meeresrotze" färbt das Marmarameer braun

Der Zustand des Marmarameers verschlechtert sich zunehmend. Auf der Wasseroberfläche des Binnenmeeres schwimmt derzeit sogenannte "Meeresrotze", Absonderungen von Algen. Grund ist laut türkischen Experten die Umweltverschmutzung.

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Von
  • Claudia Steiner

An den Ufern des Marmarameeres liegen die Millionenmetropole Istanbul, Kleinstädte und Feriendomizile. Viele Istanbuler verbringen ihren Sommer auf den Prinzeninseln oder an der Küste. Doch das Marmarameer verschmutzt zusehends. Derzeit treibt auf einer großen Fläche "sea snot" (Meeresrotze) auf der Wasseroberfläche. Es ist bräunlicher Algenschleim. Der Schleim wird unter anderem von Phytoplankton produziert.

Schleim bedroht Lebewesen

Wenn der Schleim auf den Meeresgrund sinkt, gefährdet er dort andere Lebewesen wie Muscheln. Der Dokumentar- und Unterwasserfilmer Tahsin Ceylan forderte die Menschen zu mehr Umweltbewusstsein auf. "Das ist das Ergebnis von Müll und Verschmutzung", so Ceylan. "Das Einzige, was wir tun können, ist, unseren Müll nicht ins Meer zu werfen."

"Wie früher wird das Marmarameer nicht mehr"

Einst waren im Marmarameer mehr als 170 Fischarten heimisch. Inzwischen ist - durch Belastung und Umweltverschmutzung - der Fischbestand deutlich zurückgegangen. Rund 25 Arten gibt es heute nur noch. Experten sind nicht sehr hoffnungsvoll: "Wie früher wird das Marmarameer nicht mehr werden. Das kann man vergessen", so der türkische Hydrobiologe Levent Artuz.

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