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Maßnahmen gegen Einweg-Becher geplant | BR24

© picture-alliance/dpa

Maßnahmen geplant: 5.300 Einweg-Kaffeebecher pro Minute

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    Maßnahmen gegen Einweg-Becher geplant

    Eine neue Studie des Umweltbundesamtes belegt das Ausmaß des Einwegbecher-Problems: 2,8 Milliarden Heißgetränke-Becher werden pro Jahr verbraucht. Umweltministerin Svenja Schulze will nun die Produzenten in die Pflicht nehmen.

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    Die Deutschen nutzen für Kaffee oder Tee jedes Jahr 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke. Mehr als die Hälfte sind kunststoffbeschichtete Papierbecher, der Rest reine Kunststoffbecher.

    "Pro Minute fallen in Deutschland 5.300 Einwegbecher für Kaffee, Tee und andere Heißgetränke an. Das ist ein Grund zur Sorge, denn für deren Herstellung werden nicht nur Ressourcen verschwendet und das Klima belastet. Genau diese Becher landen auch besonders häufig in der Umwelt.“ Barbara Metz, stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin

    Deshalb brauche es ambitionierte gesetzliche Regelungen, die viel wirksamer seien, als es freiwillige Vereinbarungen mit der Wirtschaft je sein könnten. Metz fordert deshalb die Einführung eines verpflichtenden Reduktionsziels von 70 Prozent und einer Abgabe auf Einwegbecher und Deckel. Selbstverpflichtungen hätten bisher noch kein Umweltproblem nachhaltig gelöst.

    Produzenten sollen zur Kasse gebeten werden

    Im Kampf gegen Einweg-Kaffeebecher will Umweltministerin Svenja Schulze die Produzenten in die Pflicht nehmen. "Wir werden die Hersteller von Einwegbechern künftig stärker zur Kasse bitten", kündigte die SPD-Politikerin am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung dieser Studie des Umweltbundesamtes an.

    Einwegverpackungen soweit wie möglich zurückzudrängen

    "Die Kosten können stärker auf die zugespitzt werden, die dies verursachen." Zudem wolle man das Mehrwegsystem ausbauen. "Wir werden rasch in der Regierung entscheiden, wie wir diesen Ansatz stärken können." Neue EU-Richtlinien gegen Einwegverpackungen gäben den nationalen Regierungen nun neuen Spielraum. Eine Trendwende sei nötig, da auf jeden Deutschen im Jahr allein 220 Kilogramm Verpackungsmüll entfielen. "Es hat sich eine Wegwerfmentalität breitgemacht."