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Bildrechte: picture alliance / ZUMAPRESS.com | NASA/JPL-Caltech

Erste Forschungsergebnisse der NASA präsentiert

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Leben auf dem Mars? NASA präsentiert erste Forschungsergebnisse

Perseverance: Auf Deutsch so viel wie Durchhaltevermögen. Und durchhalten muss der Mars-Roboter der NASA einiges. Seit Monaten erkundet er den ungemütlichen Mars auf der Suche nach Lebensformen. Jetzt hat die NASA erste Erkenntnisse vorgestellt.

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Von
  • Franziska Hoppen
  • Fabio Taormina

Rückblick Februar 2021: Bange Momente in der NASA-Kommandozentrale. Alle starren auf den Bildschirm. Der Mars-Rover Perseverance ist kurz davor, auf dem Roten Planeten zu landen. Immer näher kommt er der Oberfläche, zerfurcht von tiefen Kratern. Dann setzt der silberne, kompakte Rover, mit seinem Kamera-Kopf und Arm sanft auf dem staubig-roten Boden auf. Ein irrer Moment, 470 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Persevearance erkundet die Marsoberfläche

Seitdem ist viel passiert. Perseverance ist losgerollt, bis heute anderthalb Kilometer weit, entlang gigantischer, braun-orangener Sanddünen. Und es hat sich den holprigen Boden dabei ganz genau angeschaut. Die Bilder hat der Rover zur NASA geschickt.

"Jetzt blicken wir auf eine Landschaft, die richtig alt ist, Milliarden Jahre alt", sagt der Wissenschaftler Ken Farley auf der Pressekonferenz der NASA. Diese karge Gegend, in der Perseverance gerade rumort, ist ein riesiger Krater. Die Forscher vermuten: Vor Milliarden von Jahren war er mit Wasser gefüllt, ein Fluss-Delta. Bilder der Steine dort geben ihnen nun Anlass für eine weitere Theorie: Im Laufe der Zeit trocknete der See immer wieder aus und flutete neu.

Das ist sehr wichtig, sagt Farley. Nun könnten sie in mehreren Zeiträumen etwas über die Umweltbedingungen lernen und über alte Lebensformen, die auf diesem Planeten vielleicht existiert haben.

Wissenschaftler hoffen auf versteinerten Schlamm

Doch erst muss der Rover Gesteinsproben entnehmen. DER Moment, auf den sich die Wissenschaftler jahrelang vorbereitet haben. In den ersten Augustwochen könnte es so weit sein. Die Hoffnung ist groß, dass der Rover dabei auf versteinerten Schlamm stößt. "An diesen alten Steinen sind wir besonders interessiert, um mögliche Lebensformen zu finden", so Farley.

Doch, bis die Proben für genauere Analysen auf der Erde ankommen, dauert es: bis Ende des Jahrzehnts, sagt die NASA - frühestens. Bis dahin ist Perseverance mit der Jagd auf weitere Gesteinsbrocken beschäftigt - unterstützt vom Helikopter Ingenuity. Um die Proben abzuholen, muss eine weitere Mission geschickt werden.

Der Mars als Lebensraum für Menschen?

Der Rover hat jedoch noch eine Aufgabe: Er soll herausfinden, ob eines Tages Menschen auf den Planeten reisen können. Dazu versucht er aus der Atmosphäre Sauerstoff zu gewinnen. Und das ist nun geglückt, sagen die Wissenschaftler. Der Generator, so groß wie eine Auto-Batterie, funktioniert wie ein Baum: Er atmet Kohlendioxid ein und Sauerstoff aus. Zehn Minuten Luft zum Atmen schafft er so für einen Astronauten.

Dennoch, so richtig gemütlich wird es auf dem Planeten wohl kaum: Still, windig und relativ kalt ist es auch. Zwischen 150 Grad minus und 20 Grad plus.

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