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Fluglärm-Studie - Testperson im Schlaflabor
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Autoren

Christiane Streckfuß
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Fluglärm-Studie - Testperson im Schlaflabor

Dauerhafter Lärm kann krank machen. Besonders schädlich ist Fluglärm in der Nacht. An der Universität Mainz wird seit sieben Jahren untersucht, welche Folgen der Lärm für den Körper hat. Die Forschungen aus Mainz zeigen, dass nächtlicher Fluglärm nicht nur die Gefäße schädigt - und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht -, sondern auch das Gehirn. Bei Labor-Mäusen alterte das Gehirn schneller und die Fähigkeit zu lernen und sich zu erinnern, waren beeinträchtigt. Die Ergebnisse aus der Studie lassen sich auch auf den Menschen übertragen.

Etwa 40 Prozent der Menschen in Deutschland leben in der Nähe eines Flughafens. Sie leiden oft bis in die späten Abend- und in den frühen Morgenstunden unter Fluglärm.

"Wichtig ist, dass sich bei Kindern, die in der Nähe von Flughäfen wohnen, Prozesse wie Lernen und Gedächtnis langsamer entwickeln. Mit unseren Forschungsergebnissen können wir dieses Phänomen sehr gut erklären." Professor Thomas Münzel, Kardiologe, Universitätsmedizin Mainz