| BR24

 
 

Bild

Lächeln kann uns glücklicher machen - zu diesem Ergebnis kamen US-Forscher bei der Neuauswertung von Daten aus 138 Studien.
© picture alliance/Bildagentur-online
© picture alliance/Bildagentur-online

Lächeln kann uns glücklicher machen - zu diesem Ergebnis kamen US-Forscher bei der Neuauswertung von Daten aus 138 Studien.

Können wir mit unserer Mimik unsere Gefühle beeinflussen? Bis heute ist das selbst unter Fachleuten umstritten. Doch US-Forscher rund um den Wissenschaftler Nicholas Coles von der University of Tennessee at Knoxville belegen jetzt mit einer Metastudie: Es ist doch was dran an der sogenannten "Facial-Feedback-Hypothese". Zumindest kann der Gesichtsausdruck leicht auf unsere Gefühle wirken.

Wer lächelt, ist nicht nur glücklich - Lächeln macht auch glücklich

Dass sich von der Mimik auf die Gefühlslage eines Menschen schließen lässt, ist nicht neu. Wer traurig schaut, ist es vermutlich auch. Und wer ein glückliches Gesicht macht, dem geht es wohl meist auch gut. Aber geht das Spiel auch anders herum? Wird der, der lächelt, glücklich und der mit finsterer Miene automatisch unglücklich? Ja, die Effekte seien zwar gering, aber sie sind erkennbar, stellen die Autoren in ihrer Studie fest. Diese wurde Anfang April im Fachblatt "Psychological Bulletin" veröffentlicht.

Studien seit den 1970er-Jahren wurden neu ausgewertet

Die Daten, auf die die Wissenschaftler ihre Aussage stützen, sind durchaus repräsentativ: Das Team um Nicholas Coles wertete insgesamt 138 Studien aus den vergangenen fünfzig Jahren zu diesem Thema neu aus. Daten von rund 11.000 Studienteilnehmern aus der ganzen Welt standen den Forschern so zur Verfügung.

Mimik hat allerdings keinen therapeutischen Effekt

Dass ein Lächeln im Gesicht ein Antidepressivum ersetzt - so weit wollen die Forscher bei ihrer veröffentlichten Analyse allerdings nicht gehen.

"Wir glauben nicht, dass sich Menschen ihr Glück einfach 'erlächeln' können", sagt Nicholas Coles, Hauptautor der Studie. "Aber die Ergebnisse sind deshalb so spannend, weil sie deutlich machen, wie Körper und Psyche einander beeinflussen und so die Gefühle, die wir bewusst wahrnehmen, formen."