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Der Stich einer Kriebelmücke juckt gemein

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    Kriebelmücken: Was tun gegen die schmerzhaften, juckenden Bisse

    Es gibt viele Insekten, die die Sommerfreuden vergällen können, aber die Kriebelmücke gehört zu den unangenehmsten von ihnen. Sie beschert einem wochenlangen, unerträglichen Juckreiz. Wie kann man sich schützen? Und was hilft gegen den Juckreiz?

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    Von
    • Marlene Riederer

    Kriebelmücken sehen so harmlos aus - wie kleine, schwarze Fliegen. Sie werden nur drei bis vier Millimeter groß. Dabei ist eine Attacke dieser Insekten alles andere als harmlos. Ihr Biss führt zu quälendem Juckreiz und schlimmstenfalls zu Entzündungen.

    Kriebelmücken stechen nicht, sie beißen

    Kriebelmücken stechen nicht einfach zu und saugen das Blut aus, wie andere Mücken. Kriebelmücken mögen's martialischer: Sie reißen mit ihren Mundwerkzeugen kleine Wunden, aus denen das Blut austritt. Daran laben sie sich dann.

    Das Gemeine: Ihr Anflug wird nicht durch ein mückentypisches Surren angekündigt und wir Menschen merken den Biss anfangs gar nicht. Denn mit ihrem Biss injiziert die Kriebelmücke ein spezielles Eiweißgemisch, um zu verhindern, dass ihre Blutmahlzeit gerinnt. Darin enthalten sind auch betäubende Stoffe, sodass sie unbehelligt ihre Mahlzeit beenden kann.

    Wie sieht der Stich einer Kriebelmücke aus?

    Der Biss einer Kriebelmücke kann zu starken Schwellungen führen, die furchtbar jucken, aber auch zu Blutergüssen - wenn man Pech hat, mehrere Wochen lang. Und dadurch, dass sie eine kleine Wunde in die Haut des Menschen reißen, kann auch Schmutz eindringen. Deswegen sollten Sie, wenn Sie den Biss bemerkt haben, die Wunde desinfizieren. Sollte es trotzdem zu einer Entzündung kommen, sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

    Auch wenn der Juckreiz nicht auszuhalten ist oder man Gefahr läuft, sich wundzukratzen, können Arzt oder Apotheker weiterhelfen - mit juckreizlindernden Cremes oder kortisonhaltigen Salben. Denn wenn man sich aufkratzt, können Erreger in die Wunde eintreten, zu Entzündungen und schlimmstenfalls zu einer Blutvergiftung führen. Immerhin übertragen Kriebelmücken - anders als Zecken - keine Krankheiten.

    Wo halten sich Kriebelmücken auf?

    Kriebelmücken stammen ursprünglich aus Skandinavien, sind aber hierzulande bereits heimisch geworden. Besonders im Frühjahr und Herbst werden sie zur Plage. Sie leben in der Nähe von fließenden Gewässern - also Flüssen und Bächen - und Viehweiden.

    Kühe, Pferde oder anderes Weidevieh sind ihre bevorzugten Opfer. Aber auch der Mensch wird als Nahrungsquelle nicht verschmäht.

    Was kann man gegen Kriebelmücken tun?

    Anders als andere Mückenarten kommen die Kriebelmücken in der Regel nur im Freien vor. Wer sich also sicher dagegen schützen will, müsste im Haus bleiben - eine wenig praktikable Maßnahme. Zumindest aber kann man die Umgebung, die die Mücken bevorzugen, meiden oder sich durch lange Kleidung schützen. Durch den Stoff können Kriebelmücken - im Gegensatz zur Stechmücke mit ihrem Rüssel - nicht durchbeißen. Wem das im Sommer zu warm ist, kann es auch mit herkömmlichen Mückensprays versuchen.

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