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Krebs löst Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Haupttodesursache ab | BR24

© Bernd Wüstneck/picture-alliance/dpa

Weltweit gesehen sterben die meisten Menschen mittleren Alters an Herz-Kreislauf-Krankheiten. In reichen Ländern führt Krebs häufiger zum Tod.

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    Krebs löst Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Haupttodesursache ab

    Die Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, ist bislang höher als an Krebs zu sterben. Doch Forscher aus Kanada haben in einer neuen Studie herausgefunden, dass sich das in Zukunft ändern wird.

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    Menschen sterben in der Regel, wenn sie nicht Opfer eines Unfalls oder einer Lungenentzündung werden, an Krebs oder an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung wie einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall. Im Jahr 2017 machten Herzkrankheiten noch mehr als 40 Prozent der weltweiten Todesfälle aus. Krebs war mit rund 26 Prozent die zweithäufigste Todesursache. In einigen einkommensstarken Ländern verzeichnet sich einer aktuellen Studie zufolge bereits ein neuer Trend: Dort führt Krebs häufiger zum Tod als Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

    Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit Haupttodesursache

    Weltweit gesehen sterben jedoch weiterhin die meisten Menschen mittleren Alters an Herz-Kreislauf-Krankheiten, wie es in der zweiteiligen Studie heißt, die am 3. September 2019 im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht wurde. Die Autoren verglichen die Daten von rund 160.000 Erwachsenen im Alter von 35 bis 70 Jahren aus 21 Staaten miteinander.

    Hauptursache: die schlechtere Gesundheitsversorgung

    Die Forscher um Salim Yusuf von der McMaster Universität in Hamilton und Gilles Dagenais von der Universität Laval in Quebec (beide Kanada) bezogen ihre Daten aus vier Ländern mit hohem durchschnittlichen Einkommen, darunter Kanada und Schweden, sowie zwölf Ländern mit mittlerem Einkommen, wie etwa China, Polen und die Türkei. Dazu kamen fünf Länder mit niedrigem Einkommen, darunter Indien, Tansania und Pakistan.

    Mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängende Todesfälle gibt es in dieser Altersgruppe demnach in ärmeren Ländern zweieinhalbmal häufiger als in reichen Staaten. Dabei existieren in den vermögenden Industrieländern wesentlich mehr vermeidbare Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel und Bluthochdruck für solche Krankheiten. Ursache sei wahrscheinlich die schlechtere Gesundheitsversorgung in armen Ländern, erläutern die Forscher.

    In wohlhabenden Staaten nehmen Krebserkrankungen zu

    Da Herz-Kreislauf-Erkrankungen in vielen Ländern weiter zurückgehen, dürfte Krebs in einigen Jahrzehnten weltweit die häufigste Todesursache werden, heißt es zu den im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlichten Daten. Den Forschern zufolge ist es "wahrscheinlich, dass Krebs in wenigen Jahrzehnten die häufigste Todesursache der Welt sein wird". Ein Großteil der Herz-Kreislauf-Erkrankungen könne auf Risikofaktoren zurückgeführt werden, die der Mensch beeinflussen kann, heißt es im zweiten Teil der Studie. In einkommensschwachen Ländern spielen aber auch die Ernährung und die hohe Luftverschmutzung eine große Rolle.