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Krankenkasse: Starker Anstieg von Hautkrebsfällen | BR24

© picture-alliance/dpa

Krankenkasse: Starker Anstieg von Hautkrebsfällen

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    Krankenkasse: Starker Anstieg von Hautkrebsfällen

    In Deutschland erkranken immer mehr Menschen an Hautkrebs. Zwischen 2007 und 2017 nahm die Zahl der Menschen, die am schwarzen Hautkrebs erkrankten, um 87 Prozent zu, beim weißen Hautkrebs sogar um 145 Prozent, so die Kaufmännische Krankenkasse.

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    Zwischen 2007 und 2017 nahm die Zahl der Menschen, die an einem gefährlichen "schwarzen Hautkrebs" erkrankten, um 87 Prozent zu, teilte die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) auf der Basis eigener Daten am Donnerstag in Hamburg mit.

    Beim besser zu therapierenden "weißen Hautkrebs" erhöhte sich die Krankenrate um 145 Prozent. Möglicher Grund für die Steigerung könnte der Klimawandel sein, erklärte die KKH. Denn mehr warme Sonnentage bedeuteten mehr Tage mit hoher UV-Strahlung.

    Saarland liegt beim schwarzen Hautkrebs an der Spitze

    Beim "schwarzen Hautkrebs" hat das Saarland laut KKH-Daten mit 138 Prozent die höchste Zunahme, dicht gefolgt von Sachsen mit 133 Prozent. Am niedrigsten ist die Steigerungsrate in Mecklenburg-Vorpommern mit 61 Prozent.

    Sachsen: größte Zunahme beim weißen Hautkrebs

    Beim "weißen Hautkrebs" liegt Sachsen vorn mit einem Anstieg der Hautkrebsfälle um 312 Prozent, gefolgt von Thüringen mit einem Plus von 222 Prozent und Brandenburg mit 205 Prozent. Am niedrigsten stieg die Zahl der Patienten bei dieser Krebsart nach den Angaben in Rheinland-Pfalz (111 Prozent) sowie in Nordrhein-Westfalen (115 Prozent).

    Früherkennung durch Hautkrebs-Screening

    Nach KKH-Angaben zählt Hautkrebs zu den häufigsten Krebsarten. Das Krebsrisiko durch die ultraviolette Strahlung der Sonne steige schon lange vor einer sichtbaren Verbrennung von Hautpartien. Für gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr übernehmen Krankenkassen alle zwei Jahre die Kosten für ein Hautkrebs-Screening.

    Eincremen, abdecken oder im Schatten bleiben

    Die ultravioletten Strahlen der Sonne können das Erbgut der Hautzellen schädigen. Der Schutz vor übermäßiger UV-Strahlung ist daher extrem wichtig. Zu den Grundregeln zählt, unbedeckte Haut gründlich mit Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 einzucremen. Beim Kauf der Sonnencreme sollte man auf UVA- und UVB-Schutz achten. Außerdem sollte man die pralle Mittagssonne meiden, Schatten suchen und schützende Kleidung samt Kopfbedeckung tragen.

    Den Körper beobachten und rechtzeitig zum Arzt gehen

    Viele gehen mit vermeintlich kleinen Hautproblemen nicht zum Arzt, aus Angst, sich lächerlich zu machen, oder weil sie die Hautveränderung für eine Lappalie halten. Aber: Hautkrebs ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Der Vorteil: Im Gegensatz zu anderen Krankheiten kann man Veränderungen sehen und entsprechend handeln. Der schwarze Hautkrebs beispielsweise - die bösartigste Form des Hautkrebses - lässt sich durch Herausschneiden heilen, solange es noch klein ist.