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Kopfschmerztag - Was tun gegen Kopfweh? | BR24

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Audio: Es sticht, pocht, raubt einem die Konzentration. Kopfschmerzen beeinträchtigen die Betroffenen sehr. Dr. Marianne Koch und Dr. Artur Wölfel klären über die verschiedenen Formen von Spannungsschmerz bis Migräne auf.

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Kopfschmerztag - Was tun gegen Kopfweh?

Etwa 90 Prozent der deutschen Bevölkerung haben schon mehrmals unter Kopfschmerzen gelitten, drei bis vier Prozent leiden sogar täglich darunter. Der Griff zur Schmerztablette ist nicht immer sinnvoll, warnen Experten. Sie empfehlen Alternativen.

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Bis zu 90 Prozent aller Deutschen leiden mindestens einmal im Leben unter Kopfschmerzen. Regelmäßig betroffen sind laut Deutscher Schmerzhilfe mehr als die Hälfte der Erwachsenen und knapp 20 Prozent der Kinder zwischen 8 und 16 Jahren.

Auch Schmerztabletten können Kopfschmerzen auslösen

Rund 320 verschiedene Arten von Kopfschmerzen gibt es. Der Spannungskopfschmerz und die Migräne sind die beiden häufigsten Kopfschmerzarten. Betroffene wissen sich oft nur noch mit Schmerztabletten zu helfen. Dabei können Schmerztabletten selbst Kopfschmerzen verursachen, warnt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) in einer Pressemitteilung. In ihren aktualisierten Leitlinien zum Spannungskopfschmerz und Migräne gibt die Fachgesellschaft Schmerzgeplagten Tipps.

Was sind Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen werden in die Kategorien primär und sekundär eingeteilt. Primäre Kopfschmerzen gelten als Krankheit. Darunter fallen zum Beispiel Spannungskopfschmerzen und Migräne. Sekundäre Kopfschmerzen treten als Folge anderer Erkrankungen auf, zum Beispiel durch eine Erkältung, durch Bluthochdruck oder eine Verletzung an Kopf oder Halswirbel. An welcher Form von Kopfschmerz ein Patient leidet, ist die wichtigste Frage, die zu Beginn einer Behandlung geklärt werden muss - meist von Hausärzten als erste Anlaufstelle von Kopfschmerzpatienten.

Dokumentation von Kopfschmerzen wichtig für richtige Diagnose

Damit die richtige Diagnose gestellt werden kann, hilft die Dokumentation des Schmerzes, sagt die DGN. Wichtige Fragen sind hierfür unter anderem: Ist der Schmerz stechend oder dumpf? Geht er mit Übelkeit einher? Wie häufig tritt er auf und in welchen Situationen? Wie oft wurden Schmerzmedikamente eingenommen?

Alternativen zu Schmerzmitteln bei Spannungskopfschmerzen

Werden bei Kopfweh zu häufig Schmerztabletten eingenommen, also über drei Monate hinweg mehr als zehnmal im Monat, können die Schmerztabletten selbst Kopfschmerzen verursachen. Die DGN empfiehlt deshalb bei Spannungskopfschmerzen unter anderem die Biofeedback-Therapie oder Entspannungs- und Verhaltenstherapien. Auch Physiotherapie und die medizinische Trainingstherapie sollen bei Spannungskopfschmerzen helfen.

„Diese Verfahren zeigen erst langfristig Wirkung, aber auch in der Akutsituation gibt es eine Alternative für Schmerztabletten: Vielen Menschen mit Spannungskopfschmerzen hilft es, wenn sie großflächig auf Nacken und Schläfen Pfefferminzöl auftragen“, sagt Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Kopfschmerzexperte und Pressesprecher der DGN.

Bei besonders schweren Fällen von Spannungskopfschmerzen könnten Medikamente helfen, dann aber nicht Schmerzmittel, sondern eine Dauertherapie mit Amitriptylin, einer Substanz, die eigentlich der Klasse der Antidepressiva angehört, erklärt die DGN.

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Audio: Migräne ist mehr als Kopfschmerz, es ist eine neurologische Erkrankung, die Patienten teils tagelang außer Gefecht setzt. Die Ursachen für Migräne sind nach wie vor nicht eindeutig geklärt.

Ausdauersport und Verzicht auf Rotwein können gegen Migräne helfen

Auch bei Migräne, einer Kopfschmerzform, unter der immerhin jede fünfte Frau und fast jeder zwölfte Mann leidet, sollte eine medikamentöse Therapie immer auch durch eine Therapie ohne Medikamente ergänzt werden. Wer kann, versucht, die Migräneanfälle von vornherein zu vermeiden, um so auf die häufig eingesetzten Medikamente wie Triptane verzichten zu können.

„Durch eine solche Anfallsprophylaxe, dem Vermeiden von bekannten individuellen Triggern wie zum Beispiel visuellen Reizen oder Rotwein, durch regelmäßigen Ausdauersport und mit Entspannungsverfahren schaffen es viele Patienten mit Migräne, ihre Anfallsfrequenz so zu senken, dass sie nicht an mehr als zehn Tagen Medikamente einnehmen müssen. Kommt es aber zu einem Migräneanfall, ist es wichtig, so früh wie möglich die Tabletten einzunehmen, dann sind sie wirksamer." Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Kopfschmerzexperte und Pressesprecher der DGN

Zahlen zu Kopfschmerzen

  • Etwa jeder siebte Mensch auf der Welt – mehr als eine Milliarde – ist von Migräne betroffen.
  • Kopfschmerzen sind weltweit auf Platz 3 unter allen Erkrankungen gemessen an Häufigkeit und Belastung.
  • Acht bis zehn Millionen Menschen in Deutschland sind von Migräne betroffen.
  • 40 Prozent aller Migräne-Fälle werden nicht diagnostiziert.
  • Mehr als acht Jahre dauert es im Durchschnitt, bis beim Clusterkopfschmerz die Diagnose gestellt und die gezielte Behandlung in die Wege geleitet ist.
  • 76 Prozent der Migränepatienten haben Nackenschmerzen. Migräne kann von Patienten wie Ärzten leicht mit Spannungskopfschmerzen verwechselt werden.
  • 60 Prozent der Kopfschmerzpatienten erhielten vom Arzt eine Diagnose und eine Erklärung zur Kopfschmerzbehandlung. Rund 70 Prozent aller Befragten sind mit der Aufklärung über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten zufrieden.
  • 46 Prozent aller Kopfschmerzpatienten lassen sich nicht von einem Arzt oder Apotheker beraten, sondern informieren sich im Internet oder im Bekanntenkreis.
  • Bis zu einer halben Million Menschen in Deutschland leben mit einem medikamenteninduzierten Kopfschmerz wegen Übergebrauchs von Schmerzmitteln.

Quelle: Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG)

Der Deutsche Kopfschmerztag

Der Deutsche Kopfschmerztag fällt auf den 5. September und wurde im Jahr 1999 vom Bundesverband Deutsche Schmerzhilfe e.V. ins Leben gerufen, um über die verschiedenen Ausprägungen und Behandlungsmöglichkeiten von Kopfschmerzen aufzuklären. Der Europäische Kopfschmerztag findet am 12. September statt.

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Migräne ist eine häufige Erkrankung: schlimme Kopfschmerzen, die zusammen mit Symptomen wie Übelkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit auftreten. Bislang sind die Ursachen von Migräne noch nicht ausreichend erforscht. Was kann ein Patient tun?

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