Zurück zur Startseite
Wissen
Zurück zur Startseite
Wissen

Klimawandel: Süßkartoffeln und Wassermelonen aus Oberbayern | BR24

© BR

Biobauer Alexander Fuchs probiert seine Wassermelonen, die er im oberbayerischen Schrobenhausen seit zehn Jahren anbaut.

Per Mail sharen
Teilen

    Klimawandel: Süßkartoffeln und Wassermelonen aus Oberbayern

    Alexander Fuchs ist Bio-Bauer in Schrobenhausen. Dort ist vor allem die Kartoffel heimisch. Doch die verträgt die immer heißer werdenden Sommer nicht mehr so gut. Deshalb testet er neue Feldfrüchte: Süßkartoffeln und Wassermelonen.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Landwirtschaft sei immer Veränderung, sagt Alexander Fuchs. Seit 20 Jahren ist er Bio-Bauer im oberbayerischen Schrobenhausen. Er stellt klimatische Veränderungen fest. "Es gibt zum einen deutlich mehr Hitzetage als früher, zum anderen auch viel mehr Starkregenereignisse, und das ist für einige Kulturen einfach problematisch", sagt er. "Wir haben Flächen im Abstand von 20 Kilometer. Es kann sein, dass es auf der einen Seite 50 Liter regnet, auf der anderen gar nicht."

    "Wir müssen uns auf verändertes Wetter einstellen"

    Nach dem Studium hat er den konventionellen Hof seines Vaters auf Bio umgestellt. "Wir haben zum Teil extreme Hitze im Sommer, wo unsere Hauptkultur, die Kartoffel, immer stärker leidet. Deshalb überlege ich mit Kollegen, ob es nicht andere Formen, Kulturen gibt, die mit dem Wetter besser zurechtkommen." Vor drei Jahren hat er deshalb zum ersten Mal Süßkartoffeln angebaut. Es ist ein Versuch, doch die diesjährige Ernte zeigt: den Süßkartoffeln scheint der Wetterwechsel nicht so viel auszumachen. Auch der Verkauf läuft, obwohl die oberbayerische Süßkartoffel teurer ist als die amerikanische oder israelische.

    Öko ist mehr als nur gute Lebensmittel

    Hinter dem Öko-Gedanken steckt aber mehr als "nur" gute Lebensmittel. Deshalb ist Alexander Fuchs auch Mitglied in der Genossenschaft Tagwerk. Neben Natur- und Umweltschutz beim Anbau und bei der Vermarktung, geht es auch um einen partnerschaftlichen Handel.

    Und ganz persönlich spielt für ihn auch der Schöpfungsgedanke eine Rolle.

    "Dass man eine gewisse Ehrfurcht vor der Schöpfung und dem Leben hat, und die bewusst bewahren will. Ich denke, das ist bei den Bauern allgemein so, dass man sich als Generation sieht, die auf Zeit den Hof bewirtschaftet, und dafür Verantwortung trägt, und das dann an die nächste Generation weitergibt." Alexander Fuchs

    Rund ums Thema Nahrung geht es am Mittwoch, 2. Oktober 2019 in STATIONEN im BR-Fernsehen, die Sendung finden Sie nach Ausstrahlung in der BR-Mediathek.