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Klimawandel: Blumen blühen früher als Bienen schlüpfen | BR24

© picture-alliance/dpa

Biene bestäubt Küchenschelle

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    Klimawandel: Blumen blühen früher als Bienen schlüpfen

    Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Bienen ihrerseits brauchen Nektar und Pollen. Wie sich der Klimawandel auf diese Beziehung auswirkt, wurde an der Uni Würzburg untersucht. Das Ergebnis: es gibt Schwierigkeiten.

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    Der Klimawandel bringt nicht nur das Wetter durcheinander. In der Folge sind auch Blumen und Insekten betroffen. Würzburger Forscher haben jetzt festgestellt, dass bestimmte Blumen früher blühen als Bienen schlüpfen.

    Mauerbienen im Focus

    Die Wissenschaftlerinnen Andrea Holzschuh und Sandra Kehrberger vom Lehrstuhl für Zoologie III untersuchten, wie sich unterschiedliche Winter- und Frühlingstemperaturen auf den Zeitpunkt des Schlüpfens der Gehörnten Mauerbiene und der Roten Mauerbiene sowie auf die Blütezeit der Küchenschelle auswirken. "Wir haben den Einfluss der Temperatur auf zwei Frühlingsbienenarten sowie auf die Küchenschelle, eine der ersten blühenden Pflanzen, untersucht", beschreibt Sandra Kehrberger das Experiment.

    Dass beide Ereignisse zeitlich parallel verlaufen ist sowohl für die Bienen wie auch für die Blumen besonders wichtig. "Für Wildbienen ist der richtige Zeitpunkt des Schlupfes insbesondere im Frühling zu Beginn der Vegetationsperiode wichtig, da bereits eine kurze Zeitspanne ohne blühende Pflanzen und damit ohne Nahrung negative Folgen für das Überleben der Bienen und die Anzahl an Nachkommen haben kann", erklärt Andrea Holzschuh.

    Fortpflanzung der Küchenschellen gefährdet

    Holzschuh und Kehrberger stellten fest, dass die Blüte der Küchenschelle mit steigenden Temperaturen früher einsetzt. Der Schlupfzeitpunkt der beiden Mauerbienenarten hinkt etwas hinterher. Es besteht die Gefahr, dass die ersten Küchenschellen blühen, ohne dass es geeignete Bestäuber gibt. Dieser Umstand könnte die Fortpflanzung erschweren.