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Letztes intaktes Schelfeis Kanadas zerbrochen | BR24

© picture alliance / All Canada Photos

Schnee und Eis auf Ellesmere Island in Kanada (Archivbild)

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    Letztes intaktes Schelfeis Kanadas zerbrochen

    In Kanada ist ein großer Teil des letzten intakten Schelfeises in große Eisberg-Inseln zerbrochen. Wissenschaftler führten dies auf einen heißen Sommer und die Erderwärmung zurück.

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    In Kanada ist das letzte intakte Schelfeis zerbrochen. Als Schelfeis bezeichnet man eine große Eisplatte, die auf dem Meer schwimmt, aber noch mit dem Eis auf dem Festland verbunden ist.

    Vom 4.000 Jahre alten Milne-Schelfeis im Nordwesten der Insel Ellesmere sind laut der Expertin Adrienne White vom Canadian Ice Service etwa 43 Prozent abgebrochen. Das müsse um den 30. oder 31. Juli herum passiert sein, sagte White mit Verweis auf Satellitenfotos.

    Eisberg mit 55 Quadratkilometern

    Laut der Expertin haben sich zwei gigantische und viele kleinere Eisberge gebildet und begonnen, fortzutreiben. Die zwei Giganten seien 70 bis 80 Meter dick. Der größere davon sei 55 Quadratkilometer groß. "Wenn einer davon sich in Richtung einer Ölbohrinsel bewegt, kann man nicht viel machen, außer die Bohrinsel wegzubewegen", sagt White. Das bislang 187 Quadratkilometer große Schelfeis sei auf 106 Quadratkilometer geschrumpft.

    Wissenschaftler nennt Klimawandel als Ursache

    Die Region war von Mai bis Anfang August fünf Grad Celsius wärmer als im Durchschnitt der Jahre 1980 bis 2010, wie der Glaziologie-Professor Luke Copland von der University of Ottawa erklärte. "Zweifelsohne ist es der Klimawandel", sagte er. Das Schelfeis schmelze wegen wärmerer Luft darüber und wärmeren Wassers darunter.

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