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Elon Musk (links) und der japanische Milliardär Yusaku Maezawa, der mit SpaceX um den Mond fliegen soll.
© dpa-Bildfunk/Chris Carlson
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Elon Musk (links) und der japanische Milliardär Yusaku Maezawa, der mit SpaceX um den Mond fliegen soll.

Die NASA hat schon Weltraumtouristen auf die Internationale Raumstation oder auf Erdumrundungen mitgenommen, doch einmal um den Mond? Das hat es noch nie gegeben. Bislang wurden dafür nur ausgebildete Astronauten berücksichtigt.

Für den Tesla-Gründer Elon Musk scheint das kein Hindernis zu sein. Er hat nun den Milliardär Yusaku Maezawa ausgewählt. Er soll an Bord eines Raumschiffs seines privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX den Mond umrunden. Die Reise ist für das Jahr 2023 vorgesehen und wird eine Woche dauern.

Milliardär zahlt unbekannte Summe für die Reise

Yusaku Maezawa ist der Gründer der größten japanischen Einzelhandels-Webseite und einer der reichsten Männer Japans. Laut "Forbes" verfügt er über ein Vermögen von drei Milliarden Dollar. Wie viel Geld er für den Rundflug zahlt, ist nicht bekannt, es sei aber "viel Geld", sagte Elon Musk.

Mit kreativen Menschen einmal um den Mond

Der 42-jährige Japaner möchte die Reise nicht allein antreten. Er selbst habe nicht "die fantastische Erfahrung", sich auszudrücken. Sein Wunsch: Gemeinsam mit sechs bis acht "kreativen Menschen" um den Mond fliegen, mit Künstlern, Architekten und Designern.

"Sie werden aufgefordert, etwas zu kreieren, wenn sie zur Erde zurückkehren. Diese Meisterwerke werden den Träumer in uns allen inspirieren." Yusaku Maezawa

Er habe oft darüber nachgedacht, was Künstler wie Jean-Michel Basquiat oder Andy Warhol aus Eindrücken von einer Weltraumreise gemacht hätten.

Rakete ist noch in der Entwicklung

Seit 1972 war kein Mensch mehr beim Mond, damals flog die NASA mit der Apollo-17-Expedition bis heute das letzte Mal Astronauten dorthin. SpaceX entwickelt für den Mondflug eine eigene Rakete, Big Falcon Rocket, die 118 Meter lang und wiederverwendbar sein soll.

Schon jetzt versorgt SpaceX regelmäßig die Internationale Raumstation mit Material. 2020 möchte Elon Musk in der Nähe des Mondes sogar eine dauerhafte Station errichten, die später als Sprungbrett zur Mondoberfläche oder sogar zum Mars verwendet werden könnte.